Punktgenaue Medien-Sabotage vor der Europawahl: FPÖ-Spitzenduo tritt zurück, Kurz ruft Neuwahlen aus

18. Mai 2019
Punktgenaue Medien-Sabotage vor der Europawahl: FPÖ-Spitzenduo tritt zurück, Kurz ruft Neuwahlen aus
National
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Wien. Österreich hat seinen „Ibiza-Skandal“. Als Folge des von einigen Mainstream-Medien veröffentlichten und hochgespielten Video-Mitschnitts, auf dem die beiden FPÖ-Spitzenpolitiker Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus beim Verhandeln mit einer vermeintlichen russischen Unterhändlerin zu sehen sind, hat ÖVP-Bundeskanzler Kurz das Ende der Regierungskoalition mit der FPÖ verkündet und Neuwahlen angekündigt.

„Genug ist genug!“, stellte Kurz fest und erklärte, nicht nur das Reformprojekt der Regierung, die auf „zwei Jahre gute Arbeit“ zurückblicken könne, sondern auch das Ansehen des Landes sei beschädigt worden.

Im Vorfeld der Kanzler-Erklärung hatten sich Tausende Demonstranten auf dem Wiener Ballhausplatz versammelt, um gegen die Regierung zu protestieren. Auf Transparenten forderten sie „Rücktritt jetzt“ und „Anklagebank statt Regierungsbank“ – und Neuwahlen. Unterstützt wurden die Protestierer von allen Oppositionsparteien und vor allem den linkslastigen Mainstream-Medien im In- und Ausland.

Vizekanzler Strache und Johann Gudenus, FPÖ-Fraktionschef im Wiener Nationalrat, erklärten unterdessen als Reaktion auf das am Freitag publik gewordene Video ihren Rücktritt. In seiner Rücktrittsrede sah sich Strache als Opfer eines „gezielten politischen Attentates“ und sprach von Schmutzkübeln. Zudem unterstrich er, in dem Gespräch mit der vermeintlichen lettisch-russischen Milliardärin nichts Ungesetzliches getan oder gesagt zu haben. Er entschuldigte sich gleichwohl bei seiner Partei, den Wählern und nicht zuletzt bei seiner Frau.

Beobachter sprechen unterdessen von einem gezielten „Regime change“, der auf das Konto der deutschen Bundesregierung gehe. Richtig ist daran, daß es bundesdeutsche Leitmedien – „Spiegel“ und „Süddeutsche Zeitung“ waren –, die das Hochkochen des „Ibiza-Skandals“ maßgeblich befeuerten.

Auch bundesdeutsche Spitzenpolitiker wie SPD-Chefin Andrea Nahles und Grünen-Sprecher Habeck forderten in ersten Stellungnahmen unverhohlen Neuwahlen in Österreich. Ein Ansinnen, das Österreichs Bundeskanzler in einer Ansprache inzwischen selbst bejahte. Er kündigte vorgezogene Neuwahlen so schnell als möglich an.

Kurz vor den EU-Wahlen haben linksgrüne Systemmedien in Zusammenarbeit mit dubiosen Kreisen somit ein Exempel gegen patriotische Kräfte statuiert. (se)

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15 Comments

  1. Alexander Braun schreibt:

    Was hat Kurz denn in Österreich erfolgreich verändert? Die Asylanträge sind in Österreich immer noch viel zu hoch. Österreich hat 10 mal weniger Ew. als Deutschland also brauch man die jährlichen Asylbewerber nur mit 10 zu multiplizieren und man hat die Anzahl im Verhältnis zu Deutschland. im Jahre 2018 waren es 14.000 also 140.000 im Verhältnis zu Deutschland, Es werden die österreichischen Außengrenzen nur zu Slowenien und Ungarn bewacht so wie kontrolliert warum nicht zu Italien? https://de.statista.com/statistik/daten/studie/293189/umfrage/asylantraege-in-oesterreich/ .

  2. Alexander Braun schreibt:

    Für seine Scheinkonservativen handelt Kurz genau richtig. Er fordert jetzt Neuwahlen und wird daraus als der Gewinner hervorgehen und die FPÖ wird geschwächt. Je nachdem wie schwach die FPÖ hervorgeht wird er dann wohl wieder wie Drehofer seinen Kurs wechseln und mit der SPÖ zusammengehen. Dann hätte er auch eine gestärkte Position in der Patrotenfeindlichen EVP-Platte. Erst hat er 2005 als Minister in der damaligen ÖVP/SPÖ-Regierung die unkontrollierten Masseneinwanderungen mitgetragen. Diese Politik fand in der Bevölkerung keinen Zuspruch, er nutzte die Chance änderte seinen Kurs und wurde zum Kanzlerkandidaten. Die FPÖ war zu der Zeit in Wahlumfragen deutlich vorn. Durch seine gute Rhetorik und seiner guten Ausstrahlung bei vielen Frauen gewann er die Wahl gegen die FPÖ. Er hatte damals noch Orban für seine Politik der geschlossenen Grenzen gelobt, jetzt wo die EVP Orban ausschließen will ändert er seinen Kurs und distanziert sich von Orban. Leider begreifen daß viele Wähler nicht, Kurz ist ein Karrieregieriger Politiker der überhaupt keine Ideale hat.
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  3. cui bono? schreibt:

    Leider hatte Strache nicht die Vorsicht eines Fidel Castro und war etwas naiv was die „Konkurenz“ angeht. Dass das eine gestellte Falle war, ist offensichtlich.
    Die offene Fragen:
    Wer sind die „Schauspieler“ (Identität des Lockvogel-Weibchens) und wer sind die Drahtzieher/Auftraggeber dieses Komplotts?
    Strache symphatisierte mit Orban, Kurz war beim Soros…
    Und wer beherrscht die deutschen Medien?
    Welche Rolle spielte oder was wusste Böhmermann? Aus welcher Quelle?

  4. Wolfgang Schlichting schreibt:

    Ja, Ja, der BND hat sehr fähige Mitarbeiter und Deutschland ein paar absolut regierungsgehorsame Medien, da muss man doch gemeinsam mit einem mehr als zwei Jahre alten Video zum richtigen Zeitpunkt einen Staatsstreich in Österreich basteln können.

  5. Claus schreibt:

    Warum hat man dieses Video nicht den AT-Medien zugespielt? Und warum ausgerechnet den ja so „unpolitischen“ Blättern Spiegel und SZ?
    Da bleibt bei mir ein fader Beigeschmack. Ich wünsche mir, dass dabei noch herauskommt, wer dieses Video aufgenommen hat. Womöglich wird der Skandal dann noch perfekt.

  6. Dr. Med. Wurst schreibt:

    Und ich hoffe, der Verräter Kurz verliert die Wahl im September krachend.Schon ,um uns Piefkes einen reinzuwürgen, sollten die Österreicher FPÖ wählen. Rot und Grün dürfen dort nur noch marginal vorkommen. dann ist wenigstens Österreich gerettet. Deutschland ist eh im Eimer…

  7. Eidgenosse schreibt:

    Da fällt mir noch auf: Kurz sagte „die FPÖ kann nicht“ und zuvor hatte er die gute Politik der Koalition gelobt und den Ministern gedankt. Das passt nicht, er widerspricht sich hier selber. Es ist ein weiterer Beweis, dass es nicht um Österreich geht, sondern um vermehrte Stimmenanteile der ÖVP und die Reduzierung der FPÖ. Wie auch immer, der aalglatte Pokerer Kurz gewinnt.

  8. Eidgenosse schreibt:

    Wenn es dem Kurz um die „gute Politik der Koalition“ gegangen wäre, hätte er sie ohne Strache fortgesetzt. Darum ging es ihm aber nicht, sondern um die Demontage der FPÖ, was gelungen ist. Die ÖVP als stramme EVP-Platte wird den Wahlsieg einfahren. Strache war nie besonders beliebt in Österreich, weil er zahlreiche charakterliche Macken hat. Man hat darüber hinweggesehen – leider – und seine Dialektik gegenüber Sellner – entlarvend. Im Übrigen war er mir zuviel in Israel und dachte wohl dass Netanjahus Methoden auch in Österreich funktionieren. Strache weg – wegen ungeheurer Dummheit – wäre noch gegangen aber Kurz ist ein Mainstreamer und die FPÖ wird ähnlich wie bei Heider torpediert. So ist es wenn man sich saudumm anstellt. Kickl – schade, er war der Beste. Nun geht es durch das tiefe, tiefe Tal und der Kurz wird seine Medien einsetzen, dass die FPÖ das Tal so schnell nicht wieder verlässt.

  9. Monarchist schreibt:

    Naja, ich bin gespannt. Auf jeden Fall wird dieser Skandal der AfD schaden. Bei Umfragen stagniert die Partei schon seit einiger Zeit, ich befürchte das die FPÖ Geschichte auch andere patriotische Parteien beschädigen wird.

  10. rb schreibt:

    Jeder rechtskonservative Politiker müßte eigentlich wissen,dass eine linke Phalanx aus Politikern, Gegnern und Medien kaum eine Methode auslassen um ihn zu Fall zu bringen.

    • Lore schreibt:

      Das war auch mein erster Gedanke, aber ich werde das Gefühl nicht los,dass Kurz froh ist über das Koalitionsende.

      • BIN (GE)LADEN schreibt:

        Ich persönlich bin sehr traurig über diese Entwicklung. Aber ,,verbockt“ hat dies alles Herr Strache. Auch wenn die Falle noch so gemein ist, niemand anderes trägt die Schuld.

      • Volker Dio schreibt:

        Vieleicht ist aber der Strache auch ein U-Boot?

    • Volker Dio schreibt:

      Was ist aber,wenn Strache ein U-Boot ist und alles so gewollt ist?

  11. BIN (GE)LADEN schreibt:

    Schade! Das so etwas passieren kann, ist wirklich traurig!

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