Lawrow über illegale US-Aktivitäten in Syrien: „USA schaffen einen Quasi-Staat östlich des Euphrat“

14. Oktober 2018
Lawrow über illegale US-Aktivitäten in Syrien: „USA schaffen einen Quasi-Staat östlich des Euphrat“
International
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Moskau. Der russische Außenminister Lawrow brachte es wieder einmal auf den Punkt und kritisierte jetzt die kaum verhohlenen Bemühungen der USA, östlich des Euphrats einen von der legitimen Regierung in Damaskus unabhängigen Quasi-Staat unter ihrer Kontrolle zu errichten.

Journalisten gegenüber korrigierte Lawrow die Einschätzung, Idlib sei die letzte „Rebellen“-Bastion in Syrien, und unterstrich: „Ich bin mit Ihnen nicht einverstanden, daß Idlib die letzte Problem-Region auf dem syrischen Territorium ist. Es gibt dort östlich des Euphrats riesige Gebiete, auf denen absolut inakzeptable Dinge passieren. Diese Gebiete versuchen die USA über ihre syrischen Verbündeten, vor allem Kurden, dazu zu nutzen, um dort einen Quasistaat zu schaffen.“

Das Vorgehen der USA sei illegal. Die Amerikaner richteten dort laut Lawrow sogar alternative Behörden ein. Washington unterstütze zudem die Rückkehr und Unterbringung von Flüchtlingen auf diesem Territorium. „Dabei wollen weder die USA noch Frankreich oder andere westliche Staaten Bedingungen für die Rückkehr von Flüchtlingen in die von der legitimen syrischen Regierung kontrollierten Gebiete schaffen“, fügte Lawrow hinzu.

Östlich des Euphrats wollen die USA laut dem russischen Chefdiplomat eine Region schaffen, die vermutlich der Vorläufer eines neuen Staates werden soll. „Oder es wird erneut ein brandgefährliches Spiel wie im Fall der Autonomen Region Kurdistan im Irak geben – die Idee des sogenannten Groß-Kurdistans.“

Lawrow schließt nach eigenen Worten die Möglichkeit nicht aus, daß Washington die Spannungen in der Region gezielt aufrechtzuerhalten versucht, damit „niemand zur Ruhe kommen“ kann. (mü)

 

Bildquelle: Flickr/U.S. Army Photo by Lacey Justinger, 7th Army Training Command/CC BY 2.0

Ein Kommentar

  1. Eidgenosse schreibt:

    Tja – Putin wird gegen die imperialen USA irgendwann Farbe bekennen müssen wie auch gegenüber dem aggressiven Israel. Er kommt nicht darum herum. Die Pest hat einen Namen: USA.
    Eine militärische Aktion müsste es ja nicht unbedingt sein. Es würde genügen den illegalen US Truppen in Syrien sehr nahe zu kommen.

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