Triest. Der italienische Innenminister Salvini hat erneut seine Pläne zur Gründung eines europaweiten Bündnisses von Rechtspopulisten für die nächste EU-Wahl 2019 bekräftigt. Umgehende Unterstützung bekundete der niederländische Islamkritier Geert Wilders. Der österreichische FPÖ-Verteidigungsminister Kunasek gab sich hingegen zurückhaltend.
„Natürlich ist Salvini ein wichtiger Partner“, erklärte Kunasek am Samstag in Triest am Rande des italienisch-österreichischen Friedenstreffens zum Andenken an die Kriegsgefallenen und Zivilopfer des Ersten Weltkriegs. Allerdings hält er den Gedanken an eine mögliche Allianz u.a. mit der italienischen Lega für die Europawahlen im Mai 2019 für verfrüht. Gespräche schloß er aber nicht aus.
Salvini hatte die Pläne bereits Mitte Juli aufs Tapet gebracht. Damals hatte auch FPÖ-Generalsekretär Vilimsky die Teilnahme der Freiheitlichen an einem solchen Bündnis bestätigt.
Der Niederländer Geert Wilders will sich der neuen Allianz dagegen anschließen. „Es wäre positiv, wenn mehr Gruppierungen ihre Kräfte im Hinblick auf die nächsten EU-Wahlen vereinen würden“, sagte der Niederländer. Mit Blick auf einen möglichen Zusammenschluß der EU-kritischen Parteien aus Österreich, Italien und „in Kürze wahrscheinlich Schweden“ sprach Wilders von einem „historischen Prozeß“ für die nächsten Jahre in Europa. Neben der FPÖ, der Lega und der PVV soll auch Frankreichs Rassemblement National von Marine Le Pen dem Bündnis angehören. (mü)