Ungarn setzt auf nationale Sicherheit: Mehr Geld für Streitkräfte und Grenzschutz

5. Januar 2018
Ungarn setzt auf nationale Sicherheit: Mehr Geld für Streitkräfte und Grenzschutz
International
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Budapest. Ungarn will vor dem Hintergrund des anhaltenden Migrationsdrucks auf Europa auch im neuen Jahr auf Sicherheit setzen und deshalb seine Verteidigungsausgaben steigern. Auch in die nationale Sicherheits-Infrastruktur soll kräftig investiert werden.

Dies teilte jetzt der Parlamentarische Innen-Staatssekretär Károly Kontrát bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Verteidigungs-Staatssekretär Tamás Vargha mit. Kontrát betonte dabei, daß die Regierung aufgrund des Migrationsdrucks, der schwer auf Europa lastet, im Jahr 2018 noch mehr Mittel zur Gewährleistung der Sicherheit des ungarischen Volkes bereitstellen werde. „Indem wir unsere Grenzen schützen, schützen nicht nur unser ungarisches Volk, sondern auch alle Völker Europas, denn auf diese Weise erfüllen wir unsere Verpflichtungen, die sich aus unserer Schengen-Mitgliedschaft ergeben“, sagte Kontrát und ergänzte, daß Anfang März rund dreitausend neue Grenzschützer ihren Dienst aufnähmen. Auch Polizei und Justiz könnten mit einem Mittelzuwachs rechnen.

Ein besonderer Entwicklungs- und Finanzierungsschwerpunkt seien 2018 die ungarischen Streitkräfte. Dem Verteidigungsministerium stünden im neuen Jahr „mehr Geld, mehr Soldaten und mehr Ausrüstung im Dienste der ungarischen Verteidigungsbemühungen zur Verfügung“. Die Regierung wolle erreichen, daß die Verteidigungsausgaben bis 2024 zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreichen.

Verteidigungs-Staatssekretär Tamás Vargha ergänzte, daß der Sold in den ungarischen Streitkräften angehoben werde, außerdem werde die Ausrüstung der Soldaten verbessert. Ziel der Regierung sei darüber hinaus eine freiwillige Reserveeinheit in allen 197 Distrikten des Landes. Zu diesem Zweck will die Regierung mehr Geld für die Erneuerung des Freiwilligen-Reservesystems und die Finanzierung des Verteidigungssportverbandes bereitstellen.

Alles in allem will die Regierung fast 100 Milliarden Forint für die Entwicklung der Verteidigungskräfte zur Verfügung stellen. (mü)

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