Phase der „intensivierten Abschiebung“: Israel will 40.000 „Eindringlinge“ aus Afrika loswerden

20. November 2017
Phase der „intensivierten Abschiebung“: Israel will 40.000 „Eindringlinge“ aus Afrika loswerden
International
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Jerusalem. Israel ist stolz auf seine Null-Zuwanderungs-Politik und verweist auf aktuelle Zahlen: demnach ist die illegale Einwanderung in den Judenstaat nach der Vervollständigung einer Sperranlage an der Grenze zu Ägypten der israelischen Regierung zufolge auf praktisch null zurückgegangen.

Aber das ist noch nicht alles: jetzt will Israel offenbar 40.000 zwischen 2006 und 2013 aus Afrika eingewanderte Migranten loswerden. Dies kündigte Ministerpräsident Benjamin Netanyahu am Sonntag bei einer Sitzung seiner Regierung in Jerusalem an.

Konkret kündigte Netanyahu eine dreistufige Politik an: nach dem Bau der Grenzbefestigung und der Abschiebung von bereits rund 20.000 „Eindringlingen” aus Afrika müsse nun die dritte Phase eingeleitet werden – die „intensivierte Abschiebung”. Diese sei dank einer internationalen Vereinbarung möglich. „Dies ermöglicht es uns, die verbleibenden 40.000 Eindringlinge ohne ihre Zustimmung abzuschieben”, erklärte Netanyahu nach Angaben seines Büros. Konkret geht es um Vereinbarungen mit Ruanda und Uganda.

Im Zuge des Abschiebeplans will Israel binnen weniger Monate auch das umstrittene Internierungslager Cholot in der Negev-Wüste schließen.

Protest gegen die Regierungspläne kam prompt vom Flüchtlingshochkommissariat UNHCR. Auch örtliche Menschenrechtsgruppen üben heftige Kritik. Erfahrungsgemäß läßt sich die israelische Regierung aber durch solche Kritik nicht beeindrucken. (mü)

 

Bildquelle: wikimedia/Zachi Evenor

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11 Comments

  1. Belsazar schreibt:

    Deutsche Staatsraison war früher die Wiedervereinigung, heute ist es der Staat Israel. Das heißt, wenn Israel Probleme hat, steht die BRD bereit zur Hilfe, deshalb müssen wir die ungeliebten Einwanderer in Israel, wenn diese wollen, bei uns aufnehmen. Erfahrung ist bei uns reichlich vorhanden.

  2. Lore schreibt:

    Soll heißen auf unsere Kosten

  3. Lore schreibt:

    Die Israelis ziehen das durch,in Deutschland werden von den illegalen Migranten die Gerichte mit Klagen überflutet,aus unsere Kosten.

  4. Dennis I. schreibt:

    Vielleicht sollten die Afrikaner endlich beginnen den Schritt in die Industrialisierung und ein durch Handwerk geprägtes Bürgertum zu beginnen. Schneider, Bäcker, Metzger, Busfahrer, Mechaniker, Elektiker, Maurer, Zimmermann und Buchbinder. Anstatt ihr Leben in irgendwelchen Flüchtlingseinrichtungen zu verplempern und massenweise Kinder zu zeugen, die sie nicht ernähren können.

    • Bernd Hartmann schreibt:

      Sehr gut – aber offensichtlich herrschen dort hoffungslose Zustände!
      Seit ihrer „Befreiung“ von den Kolonialmächten haben sie sich als unfähig erwiesen, sich selbst zu regieren.

      • BatmanProfil schreibt:

        Ja, das merkt man auch in den städtischen Parkanlagen. Da rotten sich diese Typen in Massen zusammen, saufen Bier, lallen harmlose Passanten an … und ab und zu pennen sie auch eine Nacht unter den Bäumen durch. Gegen Einheimische haben sie überwiegend geringschätzige Blicke übrig und ab und zu drohen und schreien sie. Das ist unser neues Deutschland geworden.

  5. Trill schreibt:

    Deutschland soll sich ein Beispiel dran nehmen und das auch gleich nach machen ,machen ja sonst alles nach

  6. Lotse schreibt:

    Viel wichtiger wäre,daß Deutschland seine Eindringlinge wieder außer Landes

    schafft.

  7. Sack schreibt:

    Israel setzt auf Nullzuwanderung, Deutschland auf Maxzuwanderung. Andere Länder sind auch eher für Nullzuwanderung.
    Warum diese Unterschiede?

  8. Hermann schreibt:

    Israel ist Staatsräson.
    Dann mal los Frau Merkel!
    Hurtig, hurtig, solange Sie noch was zu melden haben!

  9. rb schreibt:

    Hoffentlich werden diese Leute nicht von uns übernommen; eine Luftbrücke für Einflüge aus Rom und Italien nach München gibt es ja schon seit Monaten.

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