Orbán und Kaczynski: Eine „kulturelle Gegenrevolution“ soll das Europa der Nationen retten

9. September 2016

Krynica. Ungarns rechtsnationaler Präsident Orbán und sein polnischer Amtskollege Jaroslaw Kaczynski von der rechtskonservativen Regierungspartei PiS sind sich darin einig, daß die EU gegenwärtig tief in einer „Krise des europäischen Bewußtseins“ steckt. Beide sprachen sich deshalb jetzt für eine „kulturelle Gegenrevolution” aus, die das Europa der Nationen retten soll. Das erklärten die beiden Politiker am Rande einer Konferenz im polnischen Krynica.

In Kaczynskis Augen hat die „Krise des europäischen Bewußtseins” bereits viele westliche Länder erfaßt. Daher müsse die EU reformiert werden. Der PiS-Vorsitzende erinnerte daran, daß Europa reich an Kulturen und Unterschieden sei. Diese gelte es zu erhalten.

Ähnlich äußerte sich der ungarische Präsident Orbán. Er warf den „europäischen Eliten” den Versuch vor, „nationale Identitäten auszulöschen”. Diese sowie religiöse Identitäten spielten aber noch immer eine Rolle – es gebe keine „europäische Identität“, die diese ersetzen könne. (mü)

 

Bildquelle: Wikimedia/European_People´s_Party/CC_BY_2.0

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