Verbotene Schwulen-Kundgebung: Volker Beck in Istanbul festgenommen

27. Juni 2016
Verbotene Schwulen-Kundgebung: Volker Beck in Istanbul festgenommen
International
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Foto: Symbolbild

Istanbul. Homosexuelle und die Propagierung ihrer Lebensweise sind nicht überall so gerne gesehen wie in der Bundesrepublik. Diese Erfahrung mußte jetzt der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck machen. Er wurde in Istanbul bei einer Schwulen-Demonstration von der Polizei festgenommen.

Zuvor war die Abschlußkundgebung der homosexuellen „Pride Week“ in Istanbul behördlich verboten worden. Beck, der in Deutschland als einer der prominentesten Schwulen-Lobbyisten gilt, versuchte zusammen mit anderen Aktivisten die Festnahme eines türkischen Schwulen-Sprechers zu verhindern, der eine Erklärung abgeben wollte. Daraufhin führte die Polizei auch Beck und andere Beteiligte ab. Allerdings kam Beck bereits nach kurzer Zeit wieder frei..

Beck war nicht der einzige Schwulen-Unterstützer, der eigens nach Istanbul angereist war. Auch die deutsche Grünen-Europaabgeordnete Terry Reintke war Zeugin der Ereignisse und teilte mit, daß auch ihr Mitarbeiter Felix Banaszak sowie der Sprecher der Grünen Jugend NRW, Max Lucks, festgenommen worden seien.

Istanbuls Gouverneur hatte die Schwulenparade unter Berufung auf Sicherheitsbedenken im Vorfeld verboten. 2015 wurde sie mit Verweis auf den muslimischen Fastenmonat Ramadan erstmals verboten worden. Auch dieses Jahr fiel der bei vielen Türken umstrittene Termin in den Ramadan. (mü)

Bildquelle: Wikimedia/Eilmeldung/CC BY-SA 3.0 (Bildformat geändert)

Ein Kommentar

  1. MarcoM sagt:

    Ich weiß ja nicht, wie es so vorher auf solchen „Demos“ in der Türkei war. Ich habe mir natürlich auch niemals ein Christopher Street Day als Beobachter angetan – werde dieses auch niemals tun -, aber eine Internetsuche reichte, um mein älteres „Vorurteil“, nämlich dass das eine obszön-karnevalistische Veranstaltung von überwiegend Halbnackten sei, etwas zu revidieren: Das ist eine obszön-karnevalistische Veranstaltung von Halbnackten bis ganz Nackte, bei der es gang und gäbe ist, in aller Öffentlichkeit sexuelle Handlungen – von Petting über Oral-Verkehr bis hin zum Analverkehr – zu praktizieren.

    Aber für solche Leute wie Beck scheint es ja ein „Menschenrecht“ zu sein, dass Homosexuelle in aller Öffentlichkeit Analverkehr praktizieren dürfen. Für die GRÜNEN scheint dieses „Menschenrecht“ sogar so elemtar zu sein, dass sie dafür bereit sind den 3. Weltkrieg vom Zaun zu brechen. (Russlandhetze der GRÜNEN aufgrund des Gesetzes zum Verbot von Homosexuellen-Propaganda.)

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