Depardieu kritisiert Cannes-Festival: „Das ist totale Pornographie“

23. Mai 2016
Depardieu kritisiert Cannes-Festival: „Das ist totale Pornographie“
Kultur & Gesellschaft
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Die Filmfestspiele von Cannes sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Dieser Meinung ist der französische Filmstar Gérard Depardieu. Die Vorgänge rund um das Festival hätten nicht mehr viel mit dem Film zu tun und seien „totale Pornographie“, sagte Depardieu, der 2013 im Gefolge der Krim-Krise die russische Staatsbürgerschaft angenommen hat.

Wörtlich sagte Depardieu im Interview mit der Zeitung „Nice Martin“, das Festival sei eine reine „kollektive Hysterie ohne jeglichen Sinn“. Und: „Heute entscheidet über alles die Kohle, aber das Kino ist weit davon entfernt. Das Cannes-Festival verdient das nicht.“

Auf dem Programm stünden zwar durchaus auch gute Filme, aber bis dahin „muß man sich viel Scheiße ansehen“. Für kritikwürdig hält der Exil-Franzose dabei offenbar auch allzu viel nackte Haut in der Öffentlichkeit. Insbesondere kritisiert Depardieu den Auftritt eines italienischen Pornodarstellers, der die Bühne mit zwei allzu leicht bekleideten Models bestieg, „in Kleidern, die ihnen nicht einmal bis zur Gürtellinie reichten. Und das hat man auf allen Fernsehsendern gezeigt. Das ist doch totale Pornographie.“

Depardieu selbst war diesmal in Cannes nur mit einer Rolle in dem französischen Film „Tour de France“ zu sehen. Die 69. Internationalen Filmfestspiele von Cannes gingen am Sonntag zu Ende. (mü)

 

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