Orbán kritisiert political correctness: „Westeuropäer leben in geistiger Unterdrückung“

25. April 2016
Orbán kritisiert political correctness: „Westeuropäer leben in geistiger Unterdrückung“
Kultur & Gesellschaft
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Budapest. Daß die Brüsseler Eurokraten keine Skrupel haben, sich in die inneren Angelegenheiten von EU-Mitgliedsländern einzumischen, wenn es dort zu unerwünschten Entwicklungen kommt, weiß man spätestens seit der Quarantäne, die 1999 im Gefolge der FPÖ-Regierungsbeteiligung über Österreich verhängt wurde. Seither ist diese Bevormundungspolitik Brüsseler Routine, wovon etwa Ungarn, aber auch die neue rechtsnationale Regierung in Polen, ein Lied singen kann.

Jetzt war es wieder einmal der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán, der den Finger in die Wunde legte und die Allianz der Brüsseler Eurokraten mit der Linken in seinem Land mit deutlichen Worten kritisierte. Es handle sich um eine Allianz, die darauf abzielt, „viele Millionen von Migranten nach Europa zu importieren“, erklärte Orbán in einem Interview mit dem staatlichen Rundfunk. Sie müsse gestoppt werden.

Es sei vielmehr wichtig, Ungarns „Schengen 2.0“-Plan als Alternative zu den Plänen Brüssels zum Durchbruch zu verhelfen, die die demographischen und wirtschaftlichen Probleme Europas dadurch lösen wollten, daß sie immer mehr Migranten nach Europa holen wollten, was in einer Katastrophe enden könne. Genau dasselbe Ziel sei auch in einem Dokument über die Migrationspolitik formuliert worden, das die frühere sozialistische Regierung Ungarns veröffentlicht hatte.

Orbán: „In dem Programm der früheren sozialistischen Regierung stand schwarz auf weiß, daß ein Zehntel des Landes in absehbarer Zeit aus Ausländern bestehen solle.“.Dies käme einem „Desaster“ gleich. Die Probleme der Jugendarbeitslosigkeit in der EU könne man nur lösen, indem man die europäischen Arbeitnehmer mit Arbeit versorge und nicht Menschen aus anderen Kulturen hereinhole, was nur die sozialen Spannungen erhöhen und die Terrorgefahr vergrößern könne. Leider könne dieses Problem in Westeuropa bereits nicht mehr offen diskutiert werden, weil die Menschen dort „wie in einem künstlichen Käfig und unter geistiger Unterdrückung leben“, kritisierte Orbán die herrschende political correctness. (mü)

 

Bildquelle: https://orbanviktor.hu

 

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5 Kommentare

  1. Claus Haase sagt:

    Bei einem Blick in die europäische Historie habe ich mich immer gefragt,
    wie es möglich sein konnte, daß Revolutionen in verschiedenen Nationen
    so viel Blut und Leben kosteten und Menschen bereit waren, ihr Leben, ihre
    Gesundheit und ihre materielle Existenz für eine gesellschaftliche-politische Sache in die Waagschale zu werfen und notfalls auch zu opfern. In der Tat zeigt sich die Geschichte als ein Gleichnis, das sich stets wiederholt, wenn auch unter anderen zeitlichen und materiellen Bedingungen. Es ist nicht zu übersehen, daß Europa heute an der Schwelle zu nationalen Erhebungen gegen eine im Kern nicht legitimierte Eurokratie steht, gegen eine unerträgliche Bevormundung aus Brüssel, gegen die Mei-
    nungsdiktatur einer Systempresse, die bereitwillig alles im Stil einer
    Propagandaschlacht goutiert und befördert, was von den sog. Eliten vor-
    gedacht wird und umgesetzt werden soll. Zum Beispiel politische Vorgaben
    und Aussagen wie: Deutschland ist ein Einwanderungsland. Der Islam gehört
    zu Deutschland. Die Massenflutung Deutschlands durch illegale Migration
    begünstigt den Arbeitsmarkt, wegen fehlender Fachkräfte usw. Kein politisch
    korrektes Argument ist zu dämlich, um es nicht den europäischen Völkern
    zuzumuten. Die Preisgabe der europäischen Identität, oder zutreffender gesagt der Verrat an den europäischen Völkern und ihrer nationalen Identitäten insbesondere durch die politische Tolerierung einer islamischen
    Unterwanderung europäischer Gesellschaften, führt zunehmend zu gewaltsamen
    Widerstandsaktionen in welche zunehmend Menschen involviert sind, die zuvor
    niemals strafrechtlich in Erscheinung getreten sind. Mit anderen Worten.:
    Bürger europäischer Nationen nehmen das Widerstandsrecht für sich in An-
    spruch, weil sie es angesichts der als existenzielle Bedrohung empfundenen
    Islamisierung des Abendlandes als Notwehr begreifen. Die Zutaten für Revo-
    lutionen und gewaltsamen Widerstand sind angerichtet. Im Zeitraum einer
    Generation werden wir in europäischen Metropolen Pogrome erleben, welche
    die Bartholomäusnacht in den Schatten stellen. Die verantwortlichen Politiker für eine solche absehbare Entwicklung müssen heute Widerstand
    erfahren – und nicht wenn es zu spät ist. Noch ist Raum für zivilen Unge-
    horsam und ähnliche Aktivitäten, aber das Zeitfenster für friedlichen Protest schließt sich langsam aber sicher.

  2. ars77 sagt:

    Noch vor 2-3 Jahren: Merkel erzähle, Multi-kulti durchgefallen, wir sind enttäuscht, die gehen nicht und integrieren sich nicht; Cameron: es ist Zeit Muskeln zu zeigen, es geht um unsere Landesidentität, Sarkozy auch… Und jetzt, 180-Drehung.

  3. Joseph sagt:

    Westeuropa liegt im Koma,waerenddessen die Osteuropaeèr dabei sind zu Erwachen,und sich selbst zu Erhalten. Ich selbst und meiner Frau, ueberlegen uns seid einigerzeit auszuwanderen nach…..Ungarn oder Kroatien.
    Auf jedenfall gibt es fuer uns-in Flanderen bzw Westeuropa- keiner Zukunft mehr.

    Das Multikuturelle Experiment, hat sich als Alptraum erwiesen!

  4. Belsazar sagt:

    Wie recht Herr Orban hat. Leider hat man in Brüssel und in Berlin scheinbar überhaupt keine Skrupel mehr, sich in die Politik und in das politische Personal nicht nur einzumischen, sondern dies sogar in aggressiver Weise, was in früheren Zeiten unweigerlich zu Kriegserklärungen geführt hat.

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