Krankenkassen: Milliardendefizit durch Asylantenversorgung droht – Beitragserhöhung wahrscheinlich

14. April 2016
Krankenkassen: Milliardendefizit durch Asylantenversorgung droht – Beitragserhöhung wahrscheinlich
Wirtschaft
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Düsseldorf. Durch die Asylbewerber in Deutschland könnten die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen steigen. Zwar bestreitet das Bundesgesundheitsministerium das, doch Recherchen des WDR und der „Frankfurter Rundschau“ deuten auf eine andere Entwicklung hin.

Auf Anfrage des WDR erklärte das Gesundheitsministerium: „Beitragssteigerungen der Krankenversicherungen stehen in keinem Zusammenhang mit den Flüchtlingen, die bisher in Deutschland aufgenommen wurden.“ Doch nach dem Asylbewerberleistungsgesetz stehen den sogenannten „Flüchtlingen“ nach 15 Monaten in Deutschland die gleichen Leistungen wie normalen Arbeitnehmern zu. In den ersten 15 Monaten werden nur „akute Erkrankungen und Schmerzzustände“ behandelt. Zugleich werden die notwendigen Medikamente für die Asylbewerber bezahlt, Schutzimpfungen vorgenommen und alle medizinischen Vorsorgemaßnahmen im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt übernommen. Über die Notwendigkeit der medizinischen Maßnahmen entscheiden im Einzelfall die Sozialämter vor Ort.

Die „Frankfurter Rundschau“ berichtete bereits im Februar, daß die Krankenkassen von einem Milliardendefizit ausgehen, sobald die im letzten Jahr eingereisten „Flüchtlinge“ länger als 15 Monate in Deutschland sind. Denn die Gleichstellung mit deutschen Krankenversicherten erfolgt unabhängig vom rechtlichen Status der „Flüchtlinge“. (ag)

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16 Kommentare

  1. Hans Peter Heibach sagt:

    Beim letzten Arztbesuch kämpfte ich mich durch eine Schlange von wartenden Asylanten die bis auf den Flur hinaus standen. Einen Termin bekam ich nicht die entnervte Sprechstundenhilfe meinte ich solle es nächste Woche noch einmal versuchen.Dank an Frau Merkel für diese Zustände habe ich über 40 Jahre in die Krankenkassen einbezahlt

  2. Brigitte sagt:

    Dann sollen sie bei einem solchen Defizit halt Konkurs anmelden! —— Warum sollte es bei den teilweise extrem niedrigen Löhnen und Gehältern allein auf die Knochen der Erwerbstätigen gehen? Dann könnte eventuell ein Generalstreik drohen! Das sollte man wohl besser nicht riskieren.

    • Hildegard von Gordon sagt:

      Ich bin für einen Generalstreik, weil die etablierten Parteien die deutsche Bevölkerung nicht mehr auf dem Schirm haben. Die einzige Maßnahme, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Die Bevölkerung der meisten Länder glaubt, dass es uns so gut geht. Zahlen haben das schon lange widerlegt. Machen wir’s wie die Franzosen und gehen auf die Straße. Hier wird ja kaum noch demonstriert.

  3. Fasian Irmenov sagt:

    Sicher werden niemals ehrliche Zahlen auf den Tisch kommen, die Asyl-Industrie wird das schon verhindern! Wenn man aber sieht,was für ein körperliches und seelisches Elend bei uns aufschlägt und dann auf unser jetzt schon kaputt gespartes Gesundheits-System trifft, müssen die Kosten explodieren! Und der Staat wird nicht alle Kosten übernehmen, da werden wir zwangsabgezockte KK-Mitglieder auch bluten müssen! Nur Gutmenschen und Teddy-Werfer ignorieren diese Tatsachen!

  4. Meier sagt:

    Da ist was dran, dass die Beitragssteigerungen der Krankenversicherungen in keinem Zusammenhang mit den Flüchtlingen stehen. Die wahren Kostentreiber des deutschen Gesundheitswesens sitzen ganz woanders. Sie sitzen in den Arztpraxen wo uns täglich Ärzte mit Krankheitsbildern „beglücken“ damit wir auch ja schnell wieder kommen. Geht ja schließlich um noch mehr Punkte, die man abrechnen kann. Sie sitzen in den Vorstandsetagen der Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung. Beide braucht niemand, wenn er zum Arzt geht.

    Der Ausweg daraus kann nur lauten, entweder alles zu 100% privatisieren oder alles zu 100% zu verstaatlichen. Das deutsche Gesundheitssystem ist aber ein Zwitter, wo die linke Hand permanent das Soziale streichelt, während die rechte Hand das Geld zählt.

    Die Debatte um die Flüchtlinge soll nur davon ablenken. Man kann natürlich über das Thema Flüchtlinge geteilter Meinung sein. Aber auf die Kassenkosten haben sie wirklich nur einen marginalen Anteil.

  5. lucki sagt:

    @ Zensor:

    Wer Kraftausdrücke gefunden hat, darf sie behalten.
    Ich habe heute meinen sozialen, großzügigen Tag.
    (Eingang meiner Rente aus den Niederlanden in Höhe
    von brutto 120,22 €)

  6. bussard sagt:

    Sehr eigenartig. Ende Dezember 2015 hatte der Präsident der Bundesärztekammer, Frank-Ulrich Montgomery, behauptet, Asylbewerber seien gesünder als Deutsche. „In der Regel sind es junge, dynamische Männer. Die durchschnittlichen Gesundheitskosten eines Asylbewerbers liegen bei 2300 Euro, das sind 600 Euro weniger als bei einem Deutschen. Das sind übernormal gesunde Menschen“, erzählte der gute Mann.
    Wenn sie schon lügen, könnten sie sich abstimmen, aber wahrscheinlich sind die der Ansicht, dass die Leser so dumm sind, dass es nichts ausmacht, wenn sie heute dies und morgen das exakte Gegenteil behaupten.

    • Der Rechner sagt:

      Das kann schon so sein, wie es der Präsident der Bundesärztekammer, Frank-Ulrich Montgomery, behauptet.

      Aber auch die 2300 Euro pro Fachflüchtlingsnase und Jahr müssen schließlich von irgendjemandem bezahlt werden.

      Und zwar entweder vom Steuerzahler via Bundeszuschuß oder vom Beitragszahler.

      Die Äußerungen Montgomerys sind also nicht lügenhaft, sondern lediglich irreführend, insofern er den Eindruck zu erwecken versucht, daß mit der Eingliederung der Fachflüchtlinge in das deutsche Gesundheitssystem für irgendjemand anderen als für die Fachflüchtlinge selber ein Vorteil verbunden wäre.

    • Röber sagt:

      Selbst wenn sie so wenig kosten sollten ( wenig in Anführungstrichen), haben die Asylforderer noch nie in die Kassen eingezahlt.Noch Fragen??

    • Hildegard von Gordon sagt:

      Ja, das hat Montgomery gesagt. Der richtet seine Fahne nach dem Wind. Das er heute etwas anderes behauptet, nämlich, dass alle Migranten eine kostenfreie Gesundheitskarte brauchen, steht nun auf der Agenda. Wer zahlt die Zusatzkosten: die Arbeitnehmer! Ja, das Volk wird belogen und betrogen. Man hält uns dumm! Kann nur jedem raten, die etablierten Parteien auf keinen Fall wieder zu wählen.

  7. Ole sagt:

    Kleine unterdimensionierte Rechnung: 2.000 000 „Asylanten“ mal 1000 Euro ist gleich 2.000 000 000 Euro. Pro Monat! Aber wir haben es ja…

    • Der Rechner sagt:

      Wie kommen Sie darauf, daß jeder Asylant pro Monat 1000 Euro Gesundheitskosten verursacht?

      Mit derartigen Phantasiebehauptungen tun Sie niemanden einen Gefallen.

      • giese sagt:

        Die Invasoren kosten sogar noch mehr. Die nutzen das voll aus und sind nur hier um abzuzocken.

        • Der Rechner sagt:

          Herr Giese,

          es geht nicht um die Gesamtkosten sondern um die Gesundheitskosten.

          Ob Sie das überhaupt verstanden haben, geht aus ihrem Kommentar nicht hervor.

          Sollten Sie allerdings behauptenh wollen, daß allein die Gesundheitskosten der Fachflüchtlinge 1000 Euro pro Person und Monat
          übersteigen, dann frage ich mich wie Sie diese kühne Behauptung zu belegen gedenken.

      • Teska sagt:

        Rechner:

        Was meinen denn Sie, wieviel ein Asylbewerber sofort und nach 15 Monaten im Schnitt kostet?
        Wenn Sie kritisieren dann sollten Sie bessere Fakten haben.

    • Hildegard von Gordon sagt:

      Alles war schon vorher absehbar, was die Migranten uns an Geld kosten würden. Aber kein Politiker wollte dieses brisante Thema öffentlich machen. Ich kann nur jedem Arbeitnehmer raten, einen Generalstreik auszurufen; ähnlich wie in Frankreich. Es kann nicht sein, dass die arbeitende Bevölkerung, die sogenannte Mittelschicht, immer weiter zur Kasse gebeten wird. Trotz vollmundiger Ankündigung ist nichts passiert.
      Die Arbeitnehmer immer schön hinhalten, Herr Schäuble. Ist die kalte Progression abgeschafft worden? – nein. Wir zahlen fast 50 % unseres Lohnes für Steuern und Abgaben und die werden einfach vom Gehalt abgezogen. Meines Erachtens ist das ein Novum. Ich kenne kein EU-Land, wo es auch so gehandhabt wird. Als frustrierte Bürgerin Deutschlands kann ich nur empfehlen, die AFD zu wählen. Auch wenn diese Partei ein seltsames Parteiprogramm hat.

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