Assad: Russische Truppenpräsenz in Syrien weiterhin unabdingbar

31. März 2016
Assad: Russische Truppenpräsenz in Syrien weiterhin unabdingbar
International
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Damaskus. Der syrische Präsident Assad, dessen Streitkräfte dieser Tage mit der Rückeroberung der antiken Ruinenstadt Palmyra einen weiteren großen Waffenerfolg feiern konnten, hat sich für eine weitere Präsenz des russischen Militärs in seinem Land ausgesprochen. Im gleichen Kontext schloß Assad die Errichtung von Militärbasen anderer Staaten kategorisch aus – eine Ansage, die sich an die Adresse der USA richtet, die derzeit mindestens einen Stützpunkt im Norden des Landes ausbauen.

Weiter erklärte Assad, auch wenn sich die Sicherheitslage in seinem Land stabilisiere, benötige Syrien weiter russische Streitkräfte, „denn sie sind wirksam im Kampf gegen den Terrorismus.“ Nach seiner Auffassung ist die russische Militärpräsenz in Syrien unabdingbar, denn sie sorge für das Kräftegleichgewicht in der Welt.

Militärstützpunkte anderer Staaten in Syrien schloß Assad dagegen kategorisch aus. „Ich spreche nur von Rußland und von keinen anderen Staaten“, sagte er. „Denn unsere Beziehungen mit Rußland basieren seit mehr als 60 Jahren auf Vertrauen und Transparenz. Deshalb sind russische Militärbasen in Syrien keine Okkupation, sondern sie bedeuten engere Freundschaft, mehr Stabilität und Sicherheit.“

Nach dem fünf Monate währenden Einsatz der russischen Luftwaffe gegen die Terrormilizen „Islamischer Staat“ (IS) und Al-Nusra-Front hatte Moskau die Intervention vor zwei Wochen für offiziell beendet erklärt und den Abzug eines Großteils des russischen Truppenkontingents angeordnet. „Die Aufgabe, die dem Verteidigungsministerium und den Streitkräften gestellt wurde, ist im großen und ganzen erfüllt“, begründete Kremlchef Putin die Entscheidung. (mü)

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