Wirkungslose Sanktionen: Russischer Discounter Lenta expandiert kräftig

24. März 2016
Wirkungslose Sanktionen: Russischer Discounter Lenta expandiert kräftig
Wirtschaft
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Moskau. Die EU-Sanktionen gegen Rußland erweisen sich immer mehr als Eigentor für die Europäer, während sie für Rußland durchaus positive Effekte haben können. Ein Beispiel dafür liefert die Discount-Branche.

Für den Lebensmittel-Discounter Lenta hat sich das Embargo im Rückblick als hervorragende Entwicklungschance erwiesen, sagte jetzt der Holländer Jan Dunning, der Lenta leitet, dem österreichischen Wirtschaftsmagazin „trend.at“.

Wörtlich sagte Dunning: „Es ist wahrscheinlich nur schwer vorstellbar, aber es ist für unsere Konsumenten de facto nicht spürbar. Das Embargo hat in Rußland vielmehr einen enormen Entwicklungsschub ausgelöst.“ Vor den Wirtschaftssanktionen habe es außerhalb der Stadtgrenze von Moskau oder St. Petersburg nur wenige beackerte Felder gegeben, inzwischen seien tausende Hektar bewirtschafteter Flächen dazugekommen. „Im Grunde ist das Embargo das Beste, was uns passieren konnte“, meint Dunning und verweist auf Umsatzzahlen: „Im Vorjahr konnten wir den Umsatz um rund 23 Prozent auf 19,4 Milliarden Euro steigern. Gegenüber 2013 haben wir unseren Umsatz um 3,8 Milliarden Euro erhöht.“

Lenta verfügt derzeit in Rußland über 172 Fililalen. Für 2016 ist die Eröffnung von acht weiteren Supermärkten und 40 „Hypermärkten“ in elf russischen Städten geplant – mit oder ohne westliche Sanktionen. (mü)

5 Kommentare

  1. vratko sagt:

    Spätestens 2017 zur Bundestagswahl sollte jeder Deutsche, der noch vernünftig denken kann, seine Stimmen der AfD geben, die einzige Chance, der EU Paroli zu bieten und den Quatsch mit den Sanktionen gegen Russland augenblicklich einzustellen!!!! Washington müsste dringend sanktioniert werden!!!

  2. Horst sagt:

    Traurig,ist aber so!

  3. Deutsche Abwehr sagt:

    Also bei aller wirklich vorhandenen Liebe zum russischen Volke (sogar – zum größten Teil – Putin) und (wohl in logischer Konsequenz) dem absoluten Unverständnis für die Sanktionen, aber ich halte das Gerede von dem Supermarktchef für nichts anderes als das berühmte „Ketten-Rasseln“. Oder anders formuliert, für die übliche „Kriegs-Rethorik“.

    Als ob man mit irgendwelchen Hektar Supermärkte zum laufen bringt. Bzw. sogar zur Expansion. Doch alleine schon damit überhaupt einen solchen Laden eröffnen zu können, wäre mir neu.

    Nein, das trifft die schon sehr hart. Sehr hart. Viel, viel härter, als uns. Also dass es uns trifft, halte ich also nicht bloß für möglich, sondern bin mir da sicher (gehört aber ohnehin nicht sonderlich viel Gripps dazu… den ich aber trotzdem habe ;-)), dass es so ist. Aber eben nicht so sehr/viel, wie es die Russen trifft. Ohnehin machen die nicht mit uns die größten bzw. meisten Geschäfte……… sondern – AUSGERECHNET – mit denen, die uns diese Sanktionierung aufgezwungen haben; den Amerikanern. Die diese Sanktionierung RU gegenüber zwar offiziell auch selbst betreiben, aber eben nur offiziell. 😉

  4. Peter Werner sagt:

    Ein „Eigentor für die Europäer“? Mag sein, aber vor allem ein EIGENTOR FÜR DEUTSCHLAND! Ich habe schon seit langem den Eindruck, daß sich die europäischen Nationalstaaten die Unverschämtheiten der EU nur bieten lassen, weil Deutschland noch mehr unter der EU leidet, als die anderen Nationen.

    Es ist etwas so, wie in diesem Witz: Zwei Männer gehen durch die Steppe. Sagt der eine „Ich wünschte, ich hätte ein paar Turnschuhe. Wenn ein Löwe kommt, kann ich dann schneller weglaufen“. Sagt der andere „Ob mit oder ohne Schuhe, der Löwe ist doch sowieso schneller“. Sagt der erste „Jaja, aber ich muß ja auch nicht schneller sein, als der Löwe. Ich muß nur schneller sein, als DU!“

    Der Rest der EU-Staaten hat Turnschuhe, Deutschland hat keine, die EU ist der Löwe.

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