Ifo-Zentrum für Außenwirtschaft: Grenzkontrollen sind billiger als Asylkosten

11. März 2016
Ifo-Zentrum für Außenwirtschaft: Grenzkontrollen sind billiger als Asylkosten
Wirtschaft
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München. Das Ifo-Zentrum für Außenwirtschaft hält Grenzkontrollen für billiger als die Betreuungskosten für Asylbewerber. Hans-Werner Sinn, der scheidende Präsident des Wirtschaftsinstituts, hält zudem Grenzkontrollen für unabdingbar.

Nach den Schätzungen würden beispielsweise Grenzkontrollen auf der Balkan- und Italien-Route Österreich zwischen 80 und 210 Millionen Euro kosten. Das wären deutlich geringere Beträge, als eine Versorgung weiterer Asylantenmassen erforderlich machen würden. „Die volkswirtschaftlichen Kosten von Kontrollen wären im übrigen nur ein Bruchteil der Kosten für weitere Flüchtlinge“, so Gabriel Felbermayr vom Ifo-Institut.

Die Kritik, Kontrollen würden zu übermäßigen Grenzstaus führen, konterte Hans-Werner Sinn. „Wenn man genug Zöllner parallel arbeiten läßt, gibt es keine Staus.“ Außerdem merkte Sinn gegenüber der „Welt“ an: „Jedes Fabrikgelände ist durch Schranken und Zäune geschützt. Auch Staaten müssen sich vor einer unberechtigten Zuwanderung schützen.“ Grundsätzliche Kritik übte er wiederholt an der Asylpolitik der Bundesregierung. „Das Willkommenssignal in die weite Welt zu senden war ein schwerer politischer Fehler.“ (ag)

 

Bildquelle: Flickr/Metropolico.org/CC-BY-SA-2.0

Ein Kommentar

  1. zombie1969 sagt:

    Warum machen die Mitglieder der Grünen/SPD nicht eine Sammelaktion für neue Asylunterkünfte? Es könnte zum Beispiel für jeden Zeitungsartikel über die AfD oder Pegida 10 Euro in eine Pro-Asylbewerberkasse eingeworfen werden. Mit diesem Geld kann man dann den Bau von vielen Flüchtlingsunterkünften in der unmittelbaren Nähe von den Privatgrundstücken/Häuser der Grünen/SPD-Mitglieder finanziell unterstützen. So könnte auch dem sich hartnäckig haltenden Vorurteil „Flüchtlinge ja, aber nicht vor meiner Haustüre“ klar entgegnet weden. Wäre das nicht ein guter Beitrag zur Willkommenskultur?

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