Die Kosten der US-Besatzung: Eine Milliarde Euro allein seit 2006

14. Februar 2016
Die Kosten der US-Besatzung: Eine Milliarde Euro allein seit 2006
National
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Berlin. Diese Kosten verkaufen Politiker der Öffentlichkeit gerne als die „Nebenkosten der Demokratie“. Aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der LINKEN geht hervor, daß der deutsche Steuerzahler seit 2006 rund eine Milliarde Euro für die Stationierung amerikanischer Soldaten und Militäreinrichtungen in Deutschland bezahlen mußte.

Der Antwort der Bundesregierung ist auch zu entnehmen, daß der deutsche Steuerzahler allein für Bauvorhaben auf amerikanischen Stützpunkten in Deutschland 573 Millionen Euro bezahlen mußte.

Damit aber längst nicht genug. Hinzu kommen 86,9 Millionen Euro für Überbrückungshilfen ehemaliger ziviler Angestellter der US-Streitkräfte und 57,1 Millionen Euro für die Bewirtschaftung von US-Liegenschaften. Weitere 75 Millionen Euro fallen für die Abgeltung von Schäden an, die in Ausübung des Dienstes durch die US-Streitkräfte entstanden sind, und rund vier Millionen Euro für die Deckung des militärischen Bedarfs der USA in Deutschland. Weitere 83 Millionen Euro waren für die Beseitigung von Umweltschäden sowie weitere Ausgaben fällig.

Laut Gesetzeslage ist die Bundesrepublik verpflichtet, sich an den durch die US-Militärstützpunkte entstandenen Kosten zu beteiligen. Souveränität sieht anders aus. (mü)

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5 Comments

  1. Dr. Altenburger schreibt:

    Abgesehen davon, dass es bei voller Souveränität, sich um Deutsche Arbeitsplätze beim Verteidigungshaushalt
    handeln sollte, fehlt die Hinterfragung ob unsere Politik diesen Posten günstiger hin bekommen würde. ? Wenn man an Bahn und Berliner Flughafen, denkt, dürften Zweifel berechtigt sein.?

  2. Horst S. schreibt:

    Was hat ein fremder Stützpunkt für Angriffe auf fremde Länder mit Demokratie zu tun? Nichts! Demokratie kann man nicht von außen „einführen“, schon gar nicht herbeibombardieren. Was gewaltsam von außen kommt, ist Tyrannei im vollsten Sinne. Demokratie kann sich ein Volk nur selber durch Aufstand holen, wie die Germanen mit Hermann und den Cheruskern, wie die Schweizer mit Wilhelm Tell oder wie die Franzosen 1789. Darum lasst uns täglich für alle US-Opfer aller Völker der Erde singen: Ami, go home!

  3. M. Rotter schreibt:

    Peanuts im Vergleich zu dem was uns die EU und ihre Wundertaten jedes Jahr kosten. Oder aber Merkels Steckenpferd, die Flüchtlinge. Haushaltsüberschuss im Oktober, Defizit im Dezember, aber immer noch alles kein Problem, denn es sind ja nur unsere Steuergelder die da verblasen werden! Volksbefragung und zwar schnell!

  4. Lack schreibt:

    Es sind die Nebenkosten für die „Diäten“ der „Politgenießer“!

  5. Der Rechner schreibt:

    Eine Milliarde in 10 Jahren macht 100 Millionen pro Jahr.

    Das ist ein einhundertfünzigstel der Summe, die die Besetzung durch Fachflüchtlinge 2015 gekostet hat.

    Oder ein dreihundertstel der Kosten der Fachflüchtlingsbesetzung in diesem Jahr.

    Die unmittelbaren finanziellen Kosten der US-Besatzung sind peanuts.

    Viel schwerer wirkt die dadurch bewirkte Mitverantwortung an den weltweiten Verbrechen der US-Terroristen die von deutschem Boden aus begangen werden, und die mit ihr verbundene Einschränkung der deutschen Souveränität.

    Ami go home!

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