OECD-Studie zur Bildungspolitik: Förderungsbedarf bei Migrationshintergründlern nicht beim Namen genannt

10. Februar 2016
OECD-Studie zur Bildungspolitik: Förderungsbedarf bei Migrationshintergründlern nicht beim Namen genannt
Kultur & Gesellschaft
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Berlin. Laut neuer Ergebnisse einer PISA-Studie zur Bildungssituation deutscher Kinder verbessert sich die Förderung leistungsschwacher Schüler. Allerdings berücksichtigt die aktuelle Studie nicht die Entwicklung der Schulsituation durch die Asylantenkinder.

Andreas Schleicher, PISA-Koordinator der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), lobte die verbesserte Förderpolitik in Deutschland. Allerdings bleibe noch viel zu tun. So weisen immer noch 12 bis 18 Prozent der 15jährigen hohe Defizite bei den Grundlagen des Lesens, der Mathematik und der Naturwissenschaften auf, berichtet die ARD. „Einfachste Leseaufgaben, bei denen es wirklich nur darum geht, einen Sinn zu verstehen oder einfachste Informationen zu extrahieren. All solche Sachen sind dort infragegestellt.“ Zudem kritisierte Schleicher, daß Bildungserfolg in Deutschland zu sehr von der sozialen Herkunft abhänge. Daran sollte noch nachdrücklicher gearbeitet werden. Über die genetisch bedingten IQ-Unterschiede bei europäischen und außer-europäischen Völkern, die wesentlich für die schulische Entwicklung von Kindern sind, läßt die Studie nichts verlauten. Insbesondere auch darüber, daß unter die Kategorie förderungsbedürftige Schüler vor allem Deutsche mit Migrationshintergrund fallen, wird nicht informiert.

Die gerade anrollenden Belastungen des deutschen Bildungssystems durch hundertausende Asylantenkinder sind in der PISA-Studie bislang ebenfalls nicht berücksichtigt. Dabei klagen die Bundesländer über die steigenden Kosten, Personal- und Raummangel, meldet die „Leipziger Volkszeitung“. Laut „Welt“ schätzen Bildungsverbände, daß es derzeit in Deutschland 325.000 schulpflichtige Kinder von sogenannten „Flüchtlingen“ gebe. Sie sollen in rund 8.500 Vorbereitungsklassen Deutsch lernen, damit sie am Regelunterricht der Schulen teilnehmen können. Allerdings befürchten Pädagogen, daß förderungsbedürftige deutsche Schüler dabei vernachlässigt werden.

Von solchen Vorbereitungsklassen hält der PISA-Koordinator ohnehin nichts. „Stecken Sie die (Asylantenkinder – Anm. d. Redaktion) in eine normale Mathematik- oder Naturwissenschaftsklasse oder Geschichtsklasse. Dann werden sie deutlich schneller Deutsch lernen als in irgendeiner Integrationsklasse.“ (ag)

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2 Comments

  1. M. Rotter schreibt:

    Der PISA Koordinator hat offensichtlich keinen blassen Schimmer wovon er redet. Das PISA von Anfang an Müll war, wurde schon bei Einführung durch Gegenstudien und Warnungen aus berufenem Munde äusserst deutlich. Die Verantwortlichen haben sich daher inzwischen aus der Schusslinie gebracht. Als Absolvent mehrer Schulen in verschiedenen Ländern und mehreren Sprachen, kann ich nur sagen, dass die Schweizer schon vor 40 Jahren weiter waren als wir. Keine zugezogenen, sprachunkundigen Ausländer in den „normalen“ Klassen, sondern ein Jahr in eine Integrationsklasse. Wer die nicht bestanden hat, musste auf eine Privatschule oder heim ins Reich! Lernerfolg garantiert! Und wir lassen uns vom Ausland vorschreiben was wir tun und lassen sollen? Aber sonst geht es noch, oder?

    • Gullinborsti schreibt:

      Tja, bis 1990 waren`s die Alliierten die das Sagen hatten, dazu sind jetzt die HOCHINTELLENTEN Koniferen in Brüssel gestoßen.

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