Zugunglück von Bad Aibling: Experte hält „kriminelle Absicht“ für plausibel – Polizei sieht Fehler bei „Fahrdienstleiter”

9. Februar 2016
Zugunglück von Bad Aibling: Experte hält „kriminelle Absicht“ für plausibel – Polizei sieht Fehler bei „Fahrdienstleiter”
Kultur & Gesellschaft
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Bad Aibling. Bei dem verheerenden Zugunglück im oberbayerischen Bad Aibling sind nach aktuellen Stand zehn Menschen ums Leben gekommen. Außerdem gibt es mehrere Schwerverletzte und ungefähr 100 Leichtverletzte. Einer Expertenaussage zufolge kann der Unfall „nur mit kriminellem Handeln” erklärt werden. Die Polizei hat unterdessen einen Fahrdienstleiter als möglichen Schuldigen ausgemacht.

Karl-Dieter Bodack, ehemaliger Entwicklungsingenieur der Deutschen Bahn, zweifelt der „Huffington Post“ gegenüber an, das Zugunglück sei ein „Unfall“. Das technische System schlösse einen solchen Vorfall aus. Es müsse vielmehr ein „bewußter Eingriff in die Technik” erfolgt sein. Auch ein Versehen der Zugführer hält Bodack, der zwischen 1970 und 1995 in Führungspositionen bei der Bahn tätig war, für ausgeschlossen: „Da können Sie Tasten drücken, so viele sie wollen – auf das gleiche Gleis fahren ist unmöglich.”

Für wahrscheinlicher hält der Experte entweder, daß „bewußt Kabel manipuliert” worden seien oder daß „einer der Zugführer hat die Sicherung abgeschaltet” hat. In diesen Fällen müsse eine kriminelle Absicht hinter dem Unglück gesteckt haben.

Erst vor rund einer Woche sei das System namens „punktförmige Zugbeeinflussung“ technisch überprüft worden. Dabei habe es keine Probleme gegeben, erklärte Klaus-Dieter Josel, der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Bayern, auf der Pressekonferenz in Bad Aibling.

Die Polizei hingegen verkündete am Dienstagabend, daß wahrscheinlich „ein Fahrdienstleiter (…) das automatische Signalsystem abgestellt haben” soll, berichtet die „F.A.Z”. (mü/sp)

 

Bildquelle: Wikipedia/Sese_Ingolstadt/ CC BY-SA 3.0

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8 Comments

  1. Einfältger schreibt:

    Na nun löschen Sie den Beitrag meiner Person endlich. Einfach nach Vasallenart.

  2. Einfältger schreibt:

    Auch Sachsen trauert mit den Menschen in Bad Aibling. Ein solches Unglück konnte im Januar diesen Jahres gerade noch verhindert werden. Hier manipulierten ANTIFA Mitglieder die Bahnschienen des ICE um diesen im vollem Tempo ausgleissen zu lassen.In einschlägigen Internetforen wurde die Vereiteln des Anschlags bedsuert. Hintergrund : es sollten Demonstranten der Pegida welche Bach Leipzig zur Legida unterwegs waren , aufgehalten werden. Wie viele unschuldige Menschen getötet worden wären , war einerlei. Das ist Terrorismus von Links und wird in den deutschen Medien verschwiegen.

  3. Kollege Axt schreibt:

    Von einem „Fehler“ (im Sinne von Fahrlässigkeit) des Fahrdienstleiters kann absolut keine Rede sein. Im Regelbetrieb schützt der sogenannte „Erlaubniswechsel“ davor, dass 2 Züge gleichzeitig in einen eingleisigen Streckenabschnitt eingelassen werden. Sollten Erlaubniswechsel, Signale oder Streckenblock gestört sein, sind die benachbarten Fahrdienstleiter verpflichtet(!!!) sich durch fernmündliche Absprachen (Zugmeldungen) abzustimmen, wer einen Zug in den Abschnitt einlassen darf. Das gehört zum Fahrdienstleitergrundwissen und wird jedem von ihnen vom ersten Ausbildungstag an gelehrt. Sollte wirklich ein Fahrdienstleiter schuld sein, dann erfolgte das auf mutwilliger Basis und man kann somit von vorsätzlicher Tötung (Mord) sprechen.
    Achso, ich besitze eine Fahrdienstleiterausbildung und weiß, wovon ich rede.;-)

    • Wobbel schreibt:

      Woher oder wie erfährt der Fahrdienstleiter, dass der Erlaubniswechsel, die Signale oder der Streckenblock gestört ist?

    • Deutscher Patriot schreibt:

      Interessant, aber können Sie das bitte mal detaillierter darlegen? Vor allem das mit dem „Erlaubniswechsel“ und warum man da, laut Ihnen, keinen Fehler machen kann. Wäre nett. 🙂 Ich dachte, und denke es noch, dass man überall bei Fehler machen kann, und wenn da noch so sehr Fahrlässigkeit attestiert – und bewiesen – werden kann. :-O

  4. Brauche Meinkontonoch schreibt:

    Da muss man erst mal abwarten, was letztlich tatsächlich die Ursache war.

    Die wird schon ermittelt werden.
    Das dauert ein wenig, weil dieses große Sorgfalt erfordert.

  5. Dr. Altenburger schreibt:

    Nicht auszumalen wenn jede Manipulation an Bahngleisen von der Antifa-hrzeug Terroristen Bande, nicht rechtzeitig entdeckt wurden wäre.?

  6. Teo Dorant schreibt:

    …bitte etwas besser recherchieren,- es ist nicht der Zugführer der vorne sitzt sonder der Lokführer. Der Zugführer ist für die Fahrgäste und für Probleme innerhalb des Zuges verantwortlich. Er kontrolliert z.B. die Fahrkarten. Diese Tatsache wird von vielen Medien falsch dargestellt.

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