Raffelhüschen: „Flüchtlinge werden uns eine Billion Euro kosten“

5. Januar 2016
Raffelhüschen: „Flüchtlinge werden uns eine Billion Euro kosten“
Wirtschaft
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Freiburg. Noch immer versuchen Politiker der Öffentlichkeit zu suggerieren, die derzeitige Massenzuwanderung bedeute für Deutschland einen Konjunkturaufschwung, mehr Investitionen, mehr Konsum etc. Doch die Realität sieht anders aus. Auf die Deutschen kommen im Gefolge der Zuwanderung und der damit verbundenen, fast unlösbaren „Integrations“-Aufgaben Summen zu, die heute offenbar noch kein Politiker auszusprechen wagt.

Wirtschaftswissenschaftler versuchen seit Monaten, die Kosten für die „Flüchtlings“krise zu kalkulieren. Sowohl Hans-Werner Sinn, scheidender Chef des Münchner ifo-Instituts, sowie sein Nachfolger Clemens Fuest, derzeit noch Chef des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, legten in den letzten Wochen bereits Zahlen vor – gigantische Zahlen. Jetzt legt Bernd Raffelhüschen, Leiter des „Forschungszentrums Generationsverträge“, nach und toppt alle bisherigen Berechnungen.

17 Milliarden Euro im Jahr muß Deutschland seiner Rechnung zufolge in den nächsten sechs Jahren aufwenden, um die Massenzuwanderung finanziell zu bewältigen – allerdings nur unter der Voraussetzung, daß sich die „Flüchtlinge“erfolgreich in den deutschen Arbeitsmarkt integrieren und in absehbarer Zeit vom Kosten- zum Nutzfaktor werden.

Darüber hinaus hat Raffelhüschen berechnet, wie teuer die zusätzlich anfallenden Staatsausgaben, wie zum Beispiel die Sozialversicherung, über die Lebenszeit eines Flüchtlings hinweg Staat und Solidargemeinschaft zu stehen kommen. Das Ergebnis läßt zusammenzucken: selbst bei einer angenommenen erfolgreichen Integration der Zuwanderer in den Arbeitsmarkt innerhalb von sechs Jahren belaufen sich die Zusatzkosten langfristig auf 900 Milliarden Euro – fast eine Billion Euro.

Und: diese Summe müsse Deutschland schon jetzt zurückstellen, um die Kosten in Zukunft zu decken. Sie entspricht einem Drittel der deutschen Wirtschaftsleistung.

Bei alledem räumt Raffelhüschen selbst ein, daß er seinen Berechnungen ein „unrealistisch positives Szenario” zugrundlegt, das darauf basiert, daß die „Flüchtlings“zahl 2016 sinkt wird und alle „Flüchtlinge“ innerhalb von sechs Jahren Arbeit finden. Die tatsächlichen Kosten des von der Politik verschuldeten Zuwanderungsdesasters dürften also noch viel höher liegen. (mü)

Bildquelle: flickr/blu-news

4 Kommentare

  1. Eidgenosse sagt:

    Wenn man schon das ganze Desaster aus dem monetären Blickwinkel sehen will, dann weise ich mal darauf hin, dass seit Monaten die „migrationsresistenten“ Länder Ungarn, Tschechien und Serbien mit ihren Aktien weltweit am besten da stehen. Es kann also gut sein, dass das von Merkel herbeigeführte Katastrophenszenario tatsächlich auch zu Konsequenzen im DAX führt – allerdings zu negativen. Und dann wundern sich die Schönredner in den Konzernspitzen (Zetsche) plötzlich, dass nichts mehr geht. Ein Deutschland das im Chaos versinkt ist nicht attraktiv für Investoren.

  2. Klaro Fux sagt:

    Die Flüchtlinge und das Verhalten der deutschen Regierung entlasten mich für 2015 um etwa 12.000 Euro an Steuern und Sozialabgaben. Für 2016 werden nochmals 12.000 Euro weniger fällig.
    Einfach mit Rauchen aufhören und alle privaten Ausgaben auf ein notwendiges Mindestmaß beschränken.
    Bei 4,3 Millionen Selbständiger, etwa 43 Millionen abhängig Beschäftigter und einem Gesamtbundeshaushalt in 2015 von etwa 300 Milliarden Euro haben wir als Suverän die Macht, die deutsche Regierung innerhalb eiunes überschaubaren Zeitfensters fiskalisch an die Wand zu drücken.

    • Tobias Kollmer-Hörtig sagt:

      Darüber hatten wir gestern auch diskutiert – aber bei der Dummheit der Mehrheit klappt das Nie und Nimmer! Siehe Wahlergebnisse!

  3. Alrun Lahn sagt:

    Alle diese gut bezahlten Hirnis reden nur von Geld. Daran sieht man, was es für unterentwickelte oder verdorbene Lumpen sind. Menschen sind denen scheißegal. Wäre den alles gut, wenn Völkermord im Orient und Vertreibungen aus dem Orient Gewinne brächten? Manchen Rüstungskonzernen, manchen Hochfinanzbankstern und der ebenso gefräßigen Krake namens Spendenindustrie bringen fremder Tod und fremdes Elend viel Profit. Die schlimmsten Kriegshetzer und Kriegsmacher morden und vertreiben und spielen sich als Helfer ihrer Opfer auf. Und die Lügenpressesklaven und Fernsehsklaven lassen sich von alledem verarschen und zahlen noch dafür.

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