Asyl-Ansturm: Studien von UN und OECD mit widersprüchlichen Ergebnissen

11. Dezember 2015
Asyl-Ansturm: Studien von UN und OECD mit widersprüchlichen Ergebnissen
International
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Genf. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat unter syrischen Asylanten eine Umfrage durchgeführt. Einige der dabei aufgetretenen Ergebnisse lassen aufhorchen.

Befragt wurden demnach 1.245 Syrer, die auf griechischen Mittelmeerinseln ankamen. Doch die Umfrage kann keinesfalls als repräsentativ angesehen werden, räumte das UNHCR ein. Denn im Befragungszeitraum von April bis September kamen über 260.000 syrische Asylanten dort an. Wie die „F.A.Z.“ schreibt, verdienen einige Ergebnisse der Umfrage dennoch Beachtung. So waren nur ein Fünftel der befragten Personen weiblich. Jede zweite Person gab als Zielland Deutschland an. Außerdem wollen mehr als die Hälfte ihre Familienangehörigen nach Europa nachholen. 85 Prozent gaben an, sunnitische Moslems zu sein. Christen bilden demnach eine sehr geringe Minderheit unter den syrischen Asylbewerbern.

Da 16 Prozent der befragten Syrer angeblich Studenten seien, schreibt das UNHCR, daß die syrischen Asylanten „die Blüte ihres Landes“ seien. Unlängst hatte eine Vergleichsstudie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ergeben, daß zwei Drittel der syrischen Achtklässler nicht einmal die unterste Stufe des Pisa-Bildungstests erreichen. (ag)

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