Eigentor Rußland-Sanktionen: Hamburger Hafen klagt über Umsatzeinbruch

13. November 2015
Eigentor Rußland-Sanktionen: Hamburger Hafen klagt über Umsatzeinbruch
Wirtschaft
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Hamburg. Mit den Sanktionen gegen Rußland hat die Bundesregierung der deutschen Wirtschaft im wahrsten Sinne des Wortes einen Bärendienst geleistet. Das wird etwa am Beispiel des Hamburger Hafens deutlich, der den zurückgegangenen Handelsaustausch mit Rußland deutlich zu spüren bekommt.

Wie der Hamburger Hafen- und Logistik-Dienstleister HHLA jetzt mitteilte, ging das Betriebsergebnis in den ersten neun Monaten um 5,6 Prozent auf 124 Millionen Euro zurück, der Umsatz sank um 4,2 Prozent auf 869 Millionen Euro. Der rückläufige Containerumschlag zu Wasser konnte nicht durch das gut laufende Transportgeschäft auf Gleisen und Straßen aufgefangen werden.

Auch die Gewinnprognose für das laufende Jahr mußte HHLA bereits zurücknehmen. Statt des bislang in Aussicht gestellten Ergebnisses von rund 169 Millionen Euro wird nun nur noch ein Betriebsgewinn „im Bereich von 150 Millionen Euro“ erwartet.

Die HHLA steht bereits seit geraumer Zeit im Container-Bereich unter Druck. Wegen des gesunkenen Warenaustausches mit Rußland ist der Güterverkehr mit dem Land eingebrochen. Auch in China boomt die Konjunktur nicht mehr so stark, was sich auf den Handel und damit den Containerumschlag auswirkt. Dieser ging in den ersten drei Quartalen an den Terminals in Hamburg und Odessa deutlich zurück. (mü)

 

Bildquelle: wikimedia/Alexander Sölch

2 Kommentare

  1. vratko sagt:

    Washington, Brüssel und Berlin sägen schon seit jahrzehnten an dem Ast, auf dem wir Deutschen sitzen; aber seit Elmau und Telfs geschiet dies in Lichtgeschwindigkeit.
    Nach dem Willen der Ostküstenclans und der Wallstreetmafia wird die gesamte Weltbevölkerung mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln sturmreif geschossen, um im Anschluss die VSA-geführte Weltregierung installieren zu können.
    So wird die deutsche Wirtschaft in einen Zweifrontenkrieg gezwängt, nämlich schwächung wegen den Sanktionen gegen Russland einerseits und andererseits „Skandale“ um Softwareprogramme in den Fahrzeugen aus deutschen Fabrikhallen, die seltsamerweise von VSA-Ermittlern „aufgedeckt“ wurden; komischer Zufall, oder??

  2. Der Rechner sagt:

    Immer die gleiche Leier.

    Wird „Zuerst“ demnächst auch eine Überschrift

    „Eigentor Asylstop: Bayerische Taxifahrer klagen über Umsatzrückgang“

    bringen?

    Bei jeder Sanktionsmaßnahme gibt es binnenwirtschaftliche Gewinner und Verlierer.

    Das macht sie per se noch nicht zum Eigentor.

    Systemkritische Medien sollten einseitige Primitivargumentationen doch bitte der Systempresse überlassen.

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