Österreich: Außenminister fordert Ende der „Einladungspolitik“ für Asylanten

2. November 2015
Österreich: Außenminister fordert Ende der „Einladungspolitik“ für Asylanten
National
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Wien. Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz hat die deutsche Bundesregierung für ihre Asylpolitik kritisiert. Gegenüber der Wiener „Kleinen Zeitung“ sagte der ÖVP-Politiker, es brauche ein Ende der bundesdeutschen „Einladungspolitik“.

Kurz forderte eine klare Aussage der politisch Verantwortlichen, die zugebe: „Wir sind überfordert. Es kommen einfach zu viele Menschen.“ Zu einer möglichen Grenzschließung Deutschlands sagte er: „Wenn Deutschland das tut, müssen wir im Gleichklang agieren, weil wir sonst innerhalb weniger Tage komplett überfordert sind.“

Deutliche Worte richtete Sebastian Kurz auch an Vertreter anderer EU-Staaten, die die Probleme und Dimension der Asylkrise verleugneten. „Es gibt immer noch zu viele Staats- und Regierungschefs beim EU-Gipfel, die sich nicht betroffen fühlen, die versuchen, sich mit Worthülsen wie ‚unbegrenzte Humanität‘ zu retten und hoffen, daß der Zustrom von alleine versiegt. Das wird nicht passieren.“ (ag)

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