Bundesregierung: Treffen zur Asylkrise ergebnislos beendet – Ansturm hält an

2. November 2015
Bundesregierung: Treffen zur Asylkrise ergebnislos beendet – Ansturm hält an
National
3

Berlin. Das mit Spannung erwartete Spitzentreffen der Regierungskoalition zur Asylkrise ging am Sonntag ohne konkrete Ergebnisse zu Ende. Die Koalitionspartner CDU/CSU und SPD konnten sich nicht auf Maßnahmen zur Bewältigung oder Eindämmung immer neuer Asylantenwellen einigen.

So wird es vorerst auch keine Transitzonen geben, wie sie vor allem Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) gefordert hatte. Denn der Koalitionspartner SPD stellt sich nach wie vor vehement dagegen. Uneins sind sich die Parteispitzen schon bei der Zahl der in diesem Jahr zu erwartenden „Flüchtlinge“. Während die SPD von 800.000 spricht, geht man im Unionslager von gut einer Million aus. Unabhängige Schätzungen gehen sogar von 1,7 Millionen in diesem Jahr aus.

Nach zwei Stunden des gemeinsamen Treffens berieten auch die beiden Unionsparteien unter sich ergebnislos weiter. Laut Beobachtern ist das Verhältnis zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Seehofer von gegenseitiger Verstimmung geprägt.

Derweil strömen unablässig neue „Flüchtlinge“ in Richtung Mitteleuropa. Auf der Balkanroute wurden bis zum Montagmorgen allein in Slowenien 8.500 neu angekommene „Flüchtlinge“ gezählt, wie das Magazin „Focus“ berichtet. Kroatien verzeichnete ebenfalls am Montagmorgen 3.500 Grenzübertritte. (ag)

 451 Leser gesamt

Jetzt teilen:

3 Comments

Schreibe einen Kommentar

Die maximale Zeichenanzahl bei Kommentaren ist auf 2000 begrenzt.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.