US-Präsidentschaftskandidat Trump kritisiert Merkel: „Es wird Aufstände geben“

12. Oktober 2015
US-Präsidentschaftskandidat Trump kritisiert Merkel: „Es wird Aufstände geben“
International
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Washington. Im Ausland sorgt Angela Merkels Politik der offenen Grenzen für Unmut. Jetzt hat sich auch der republikanische US-Präsidentenkandidat Donald Trump mit deutlicher Kritik an der Kanzlerin zu Wort gemeldet.

In der Sendung „Face the Nation“ des Senders CBS bezeichnete Trump Merkels Zuwanderungspolitik rundweg als „irrsinnig“ und fügte hinzu: „In Deutschland wird es Aufstände geben.“ Er habe die Bundeskanzlerin immer für eine große politische Führungsfigur gehalten. Was sie aber nun gemacht habe, sei „irrsinnig“. Trump spielte damit vor allem auf die mehrfach von Merkel bekräftigte Aussage an, Deutschland könne mit der großen Anzahl von Flüchtlingen fertigwerden.

Trump vertritt im amerikanischen Wahlkampf hingegen die Ansicht, die Aufnahme von Flüchtlingen solle begrenzt werden. Er bezeichnete die aus der Krisenregion im Nahen Osten eintreffenden Flüchtlinge als ein „trojanisches Pferd“ und warnte vor IS-Kämpfern, die mit dem Flüchtlingsstrom einsickern könnten. Für die Flüchtlinge aus Syrien schlägt Trump vielmehr eine Flugverbotszone in Nordsyrien vor, damit sie „dahin zurückgehen, wo sie herkommen“.

Anfang Oktober hatte Trump in einem Interview bereits angekündigt, im Falle seines Einzugs ins Weiße Haus alle syrischen Flüchtlinge zurückschicken zu wollen. „Wenn ich gewinne, werden diese 200.000 Leute zurückgehen“, sagte Trump im Fernsehsender CNN. Die USA haben allerdings insgesamt nur rund 1500 Flüchtlinge aus dem syrischen Kriegsgebiet aufgenommen. (mü)

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Ein Kommentar

  1. A.S. schreibt:

    Das Trump sagt, daß er Merkel „immer für eine große politische Führungsfigur“ gehalten hat, offenbart, das dieser Mann genauso ein (egozentrischer) Dilettant ist wie all die VSA-Präsidenten der letzten Zeit.
    Ob da ein paar richtige Ansätze wirklich weiterhelfen, ist fraglich.
    Wahlkampfgetöse und Amtshandlung bleibt zweierlei.
    Die plutokratische Machtelite hat bestimmte Erwartungen an jeden Präsidenten und sie hat Mittel und Wege, diese ihm deutlich zu machen.

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