Offiziell wegen „Wartungsarbeiten“: USA ziehen Flugzeugträger aus dem Persischen Golf ab

12. Oktober 2015
Offiziell wegen „Wartungsarbeiten“: USA ziehen Flugzeugträger aus dem Persischen Golf ab
International
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Washington. Ein bemerkenswertes Zusammentreffen: nur wenige Tage nach dem Beginn der offenbar erfolgreichen russischen Luftschläge im umkämpften Syrien verläßt der atomgetriebene US-Flugzeugträger „USS Theodore Roosevelt“ sein Einsatzgebiet im Persischen Golf. Auch russische Schiffe befinden sich mittlerweile in der Seeregion. Offiziell wird der Abzug mit „Wartungsarbeiten“ begründet.

Der Abzug des Flugzeugträgers aus der Krisenregion kommt einer weiteren strategischen Niederlage Washingtons gleich, gehören Einschüchterungsgebärden der USA mit ihrer starken Flotten- und Luftwaffenpräsenz doch zum regulären diplomatischen Instrumentarium der US-Politik im Nahen Osten. Nunmehr befände sich erstmals seit 2007 kein US-Flugzeugträger mehr im strategisch hochsensiblen Persischen Golf.

Amerikanische Sprecher deuteten bereits am letzten Mittwoch an, man werde Maßnahmen treffen, um eine „sichere Distanz“ zu den russischen Kampfjets zu schaffen, die derzeit in Syrien unterwegs sind.

Der Abzug der „USS Theodore Roosevelt“ kommt einem neuerlichen Eingeständnis Washingtons gleich, daß man im aktuellen Ringen um Syrien zur Rolle eines Statisten verurteilt ist. Es ist mit Händen zu greifen, daß sich die Machtverhältnisse in der gesamten Region rasant zuungunsten der USA verschieben. (mü)

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2 Comments

  1. Zivilist schreibt:

    Freunde, ihr täuscht euch!

    Die NATO sucht den Krieg, aber die nationalen Armeen bummelstreiken, dem deutschen Tornado fällt ein Rad ab und der deutsche Eurofighter verliert einen Zusatztank.

    Laut Willy Wimmer ist unsere Presse Nato- unterwandert, nicht etwa US unterwandert, darum findet sich diese Nachricht nicht im Mainstream.

    Und die US Navy läßt die Russen in Syrien machen, weil sie selbst sich nicht mehr mißbrauchen lassen will und sie nicht kann, weil sie Nato unterwandert ist.

  2. A.S. schreibt:

    Dem Präsidenten Russlands, Wladimir Wladimirowitsch Putin und den Kämpfern der russischen Streitkräfte, ein dreifach donnerndes „HURRA!“!

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