Asyl-Ansturm: Hunderte „vollziehbar Ausreisepflichtige“ werden nicht abgeschoben

1. Oktober 2015
Asyl-Ansturm: Hunderte „vollziehbar Ausreisepflichtige“ werden nicht abgeschoben
National
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Dresden. In Sachsen leben infolge des anhaltenden Zustroms von sogenannten „Flüchtlingen“ immer mehr abgelehnte Asylbewerber, die Deutschland eigentlich wieder verlassen müßten, aber nicht freiwillig in ihre Heimat zurückkehren wollen. Laut dem sächsischen Innenministerium halten sich derzeit im Freistaat beinahe 5.000 sogenannte „vollziehbar Ausreisepflichtige“ auf. Aber: allein in diesem Jahr scheiterten schon Hunderte von Abschiebungen, obwohl die Flüge gebucht, die Tickets gekauft und die Plätze reserviert waren. Diese wenig effiziente Praxis kostet den Steuerzahler viel Geld.

Konkrete Zahlen erbrachte jetzt die Antwort der sächsischen Staatsregierung auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag. Darin mußte Innenminister Markus Ulbig (CDU) einräumen, daß allein im Monat August sage und schreibe 595 abgelehnte Asylbewerber ihren Heimflug nicht angetreten haben. Als Grund nennt Ulbig in seiner Antwort unter anderem „Renitenzen während des Abschiebevorgangs“, also Widerstand gegen die Abschiebung.

Nun will Ulbig aber verstärkt abschieben lassen, kündigte er gegenüber der „Bild“-Zeitung an. In der „neuen Struktur“ der Zentralen Ausländerbehörde soll sich künftig „ein Referat nur darum kümmern“, so der Innenminister. Dieses Jahr schafften die Beamten gerade einmal 812 Abschiebungen, im vergangenen Jahr waren es 1.037. (mü)

 

Bildquelle: flickr/blu-news

5 Kommentare

  1. Ferdinand sagt:

    Antwort für zombie1969:

    Im Jahr 2014 wurden 130000 Asylbewerber abgelehnt, jedoch davon 90 % nicht abgeschoben!

    Zur Zeit sind es / werden mind. 190000 Asylbewerber nicht abgeschoben!

    Aber es leben über die Jahre wohl 600000 nicht abgeshobene bzw. untergetauchte Asylanten illegal in Deutschland.

  2. zombie1969 sagt:

    Im Jahr 2013 sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 1.226.000 Personen nach Deutschland zugezogen. 146 000 Zuzüge mehr als im Jahr 2012.
    Diese Zahl dürfte sich nunmehr pro Jahr konstant weiter erhöhen. Schliesslich ist weder im Nahen- und Mittleren Osten noch in Afrika mit einer Verbesserung der Situation zu rechnen.
    Mit der erwartbaren Familienzusammenführung der überwiegend jungen und kräftigen Männer aus Afrika, wird eine weitere Zahl an Neubürgern nach Deutschland kommen. Deutschland muss sich also anstrengen, deren Erwartungen nach Versorgung und Teilhabe zu erfüllen, will man sich nicht dem Vorwurf des Rassismus aussetzen.
    Damit findet der gewünschte Umbau der gesellschaftlichen Struktur des Landes in recht zügigen Tempo statt, von dem die deutsche Politik in Übereinstimmung sagt, er sei unverzichtbar für Deutschland.

  3. Besser Anonym sagt:

    Warum sind die Leute vorher nicht in Abschiebehaft?

  4. C. Mertens sagt:

    1.) Es ging doch nie um „Asyl“.
    2.) Es ging und geht um Siedlung und Bevölkerungstausch.

    Und daher wird es auch keine Abschiebungen in
    nennenswerter Größenordnung geben. Mein Wort darauf.

    > Nun will Ulbig aber verstärkt abschieben lassen …
    (Nein, keine Hoffnung – siehe 2.)

  5. Der Rechner sagt:

    Offensichtlich hat dieser Herr Ulbig noch nichts von Abschiebehaft gehört.

    Eine peinliche Bildungslücke bei einem Innenminister eines deutschen Bundeslandes.

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