Kein sicherer Hafen: Bundesfamilienministerin mahnt Kinderschutz in Asylantenheimen an

28. September 2015
Kein sicherer Hafen: Bundesfamilienministerin mahnt Kinderschutz in Asylantenheimen an
Kultur & Gesellschaft
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Berlin. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) warnt vor sexuellem Mißbrauch von Kindern und Jugendlichen in Flüchtlingsheimen. Der „Bild am Sonntag“ gegenüber zeigte sich die Ministerin besorgt: „Wir müssen sicherstellen, daß Mindeststandards zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellen Übergriffen und Gewalt in den Erstaufnahmelagern beachtet werden.“ Bislang gilt der Kinderschutz nicht in den Massenunterkünften zur Erstaufnahme.

Das will die Familienministerin jetzt ändern: Das Programm „Willkommen bei Freunden“ ihres Hauses soll „Länder und Kommunen bei der Umsetzung von Schutzkonzepten unterstützen und sicherstellen, daß Ehrenamtliche sensibel und aufmerksam agieren“.

Schwesig schickte gemeinsam mit dem Mißbrauchsbeauftragten der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, einen alarmierenden Brief an die Familienminister der Länder. Darin heißt es: „Wir wenden uns heute mit der dringenden Bitte an Sie, sich gemeinsam mit uns für den Schutz der Flüchtlingskinder vor Gewalt, insbesondere sexueller Gewalt, in Flüchtlingsunterkünften einzusetzen. Wir müssen gemeinsam alles tun, um den Schutz der Kinder stärker in den Fokus zu rücken.“

Die Ministerin fordert in dem Schreiben darüber hinaus personelle und räumliche Maßnahmen in den Flüchtlingsunterkünften sowie verstärkte Information für Betreuer und Ehrenamtliche. (mü)

Ein Kommentar

  1. gsm sagt:

    In den Sammelunterkünften soll es immer wieder zu sexuellen Gewalttaten gegen alleinstehende Frauen kommen. Sexuelle Übergriffe, Züchtigungen und verbale Gewalt sind in den Sammelunterkünften an der Tagesordnung ( nach einer Meldung der Bayr. Flüchtlingsinitiativen ).
    Wie eigentlich will Frau Merkel („Wir schaffen das“) hunderttausende testosterongeladene und unbeschäftigt rumlungernde junge Männer sexuell zufriedenstellen ?

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