Energiesicherheit hat Vorrang: „North Stream-2“ nutzt Rußland und Deutschland

22. September 2015
Energiesicherheit hat Vorrang: „North Stream-2“ nutzt Rußland und Deutschland
Wirtschaft
5

Wladiwostok. Am Rande des Östlichen Wirtschaftsforums in Wladiwostok hat der russische Energiekonzern Gazprom jetzt den Bau der „North-Stream-2“-Pipeline von Rußland nach Deutschland vereinbart. Das Röhrenprojekt soll nach seiner Fertigstellung eine Leistung von 55 Milliarden Kubikmeter pro Jahr haben.

Dadurch ist es Gazprom gelungen, mit seinen Partnern (E.On, BASF-Tochter Wintershall, OMV, Shell, Engie) ein Energiebündnis auf die Beine zu stellen, das die Lieferung von Erdgas an der Ukraine vorbei nach Europa sicherstellen wird. Nebenbei steigt Deutschland mit dem Ausbau der Ostsee-Pipeline zum größten Gasverteiler in Europa auf.

Darüber hinaus konnten Gazprom und die deutsche BASF ihre im Vorjahr abgebrochenen Verhandlungen über einen Beteiligungstausch im Rahmen des „North Stream-2“-Projekts wieder aufnehmen. Der Expertin Maria Belowa von Vygon Consulting zufolge ist das neue Pipeline-Projekt denn auch mehr als nur ein Deal, sondern der Ausgangspunkt für eine weitere Kooperation – trotz der anhaltenden EU-Sanktionen. (mü)

5 Comments

  1. A.S. schreibt:

    Jede Verbindung zwischen Deutschland und Russland ist überlebenswichtig für beider Völker.
    Es muss mehr davon geben, auf allen Ebenen!
    Auch die einzelnen Deutschen und Russen sind aufgerufen, aufeinander zuzugehen und Freundschaft aufzubauen.
    Ein Bruderbund kann und muss auch von unten her wachsen, damit er zum wirtschaftlichen, politischen und letztlich zum Waffenbruderbund wird.

    • vratko schreibt:

      Gibt es dafür ein Forum? Das Interesse hierfür wäre in der Breite vorhanden.
      Irgendwo im Netz existiert eine Petition, die dazu auffordert, daß Merkel sofort zurücktritt und den Weg für ebenfalls sofortige Neuwahlen frei macht!

  2. Der Rechner schreibt:

    Bei der Verbrennung von Erdgas wird pro erzeugter Kilowattstunde deutlich weniger CO2 erzeugt als bei der Verbrennung von Kohle oder Öl. Weshalb auf den ersten Blick Erdgas der bessere fossile Energieträger zu sein scheint.

    Allerdings wird bei dieser Betrachtung übersehen, daß Erdgas bei seiner Förderung und beim Transport in großen Mengen in die Atmosphäre entweicht, wodurch ebenfalls ein Treibhauseffekt entsteht.

    http://green.wiwo.de/studie-erdgas-ist-klimaschaedlicher-als-kohle-und-erdoel/

    Etwas unsauber an dieser Studie ist natürlich, daß sie die Förderungs- und Verteilungseffekte bei Kohle und Öl nicht berücksichtigt. Gerade bei der Ölförderung entweichen nämlich auch große Mengen von Methan.

    Während bei der Kohleverbrennung außer CO2 noch andere umweltschädliche Substanzen ausgestoßen werden – z.B. Schwefel.

    Mittelfristig müssen alle fossilen Energieträger aus dem Verkehr gezogen werden – auch Erdgas.

    • Dr. Neumeister schreibt:

      Dann heizen wir mit Kernfusion!

      • Der Rechner schreibt:

        Welche Kernfusion meinen Sie?

        Die, die in der Sonne stattfindet, oder die, die es vielleicht in fünfzig oder einhundert Jahren ‚mal als brauchbare Technologie geben wird?

        Bis dahin würde ich eher Kernspaltung vorschlagen.

        Mit einem Mix aus Kernspaltung, Bioenergie und Sonnen-, Wind- und Wasserkraft könnte man die nächsten einhundert Jahre überstehen.

        Bitte realistische Steuern auf fossile Brennstoffe, die ALLE Folgekosten inkl. Erderwärmung und Meeresspiegelanstieg berücksichtigen, und der Markt macht den Rest.

        Fossile Brennstoffe scheinen nur deshalb billig, weil die Verbraucher den mit ihrem Verbrauch verbundenen Schäden nicht bezahlen müssen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.