Asyl-Ansturm: Industrie fordert Bauprogramm für „Flüchtlinge“

18. September 2015
Asyl-Ansturm: Industrie fordert Bauprogramm für „Flüchtlinge“
Wirtschaft
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Berlin/München. Die Baubranche meldet angesichts des anhaltenden massiven Zustroms von Asylbewerbern nach Deutschland einen erheblichen Mehrbedarf an Wohnraum an. In Deutschland fehlen laut der Bauindustrie hunderttausende bezahlbare Wohnungen.

„Wir brauchen ein massives Programm im sozialen Wohnungsbau, ansonsten ist dieses Thema nicht lösbar“, sagte der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Thomas Bauer.

Dabei ist in den Berechnungen der Bauindustrie die ungebremste „Flüchtlings“-Welle noch gar nicht eingerechnet, betonte Bauer. Es kämen allein im laufenden Jahr vermutlich 800.000 Zuwanderer – Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel geht sogar von einer Million neuer Flüchtlinge im laufenden Jahr aus –, von denen auch viele bleiben werden. So könne man nicht davon ausgehen, daß die syrischen Flüchtlinge in den kommenden zwei Jahren wieder heimkehrten. Die Zahl der neu zu erstellenden Wohnungen könnte vor diesem Hintergrund auf 350.000, vielleicht sogar auf 400.000 jährlich steigen.

Unbestritten ist, daß die Zuwanderung von Ausländern schon jetzt massiv auf den sozialen Wohnungsbau und die Preisentwicklung in der Wohnungsbranche drückt. In der bayerischen Landeshauptstadt München etwa werden derzeit laut dem städtischen „Wohnungssituationsbericht“ 45 % aller städtischen Sozialwohnungen von Ausländern belegt, bei den Vormerkungen liegt der Ausländeranteil sogar bei 51 %. (mü)

Ein Kommentar

  1. Michael Rotter schreibt:

    Na, ist doch alles in Butter. Die Wohnungsbauprämien und steuerlichen Vergünstigungen sind uns gestrichen, dafür die Erwerbsnebenkosten erhöht worden. Alles mit dem Argument Deutschland hat exorbitante Schulden und müsse sparen. Nun fordert die Bauindustrie allen Ernstes was genau und vor allem mit welcher Begründung? Die wollen das Volk wohl leicht verar…..en? Deutschland steht eh kurz vor einem Bürgerkrieg (überspitzt ausgedrückt) und da werden solche Vorschläge bei den arbeitenden Deutschen sicher ganz toll ankommen! Selbst Sozialhilfeempfänger werden hier aus der Hose hüpfen, müssen sie doch inzwischen Flüchtlingen Platz machen!

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