Gesteigertes Risiko durch Flüchtlinge: Zahlreiche Versicherer erhöhen ihre Beiträge

21. April 2015
Gesteigertes Risiko durch Flüchtlinge: Zahlreiche Versicherer erhöhen ihre Beiträge
Wirtschaft
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Mainz. Zahlreiche Versicherungsunternehmen sehen in der Unterbringung von Flüchtlingen ein besonders hohes Risiko und erhöhen deshalb die Beiträge um bis zu das Zehnfache.

Das berichtet der SWR unter Berufung auf mehrere Fälle in Rheinland-Pfalz. In der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden etwa erhöhte eine Versicherungsgesellschaft die Feuerversicherung von 53 auf knapp 300 Euro im Jahr, nachdem zwei Flüchtlinge aus Syrien in einer Gemeindewohnung einquartiert worden waren. In der Verbandsgemeinde Rockenhausen leben mehrere Flüchtlinge in einem Wohnhaus, das die Kommune vorher für Obdachlose nutzte. Weil dort jetzt Flüchtlinge leben, hat sich die Gebäudeversicherung von rund 220 auf mehr als 2.400 Euro im Jahr erhöht, was einer Steigerung um mehr als das Zehnfache entspricht. In Zweibrücken erhöhte eine Versicherung die Gebäudeversicherungsprämie für ein privates Einfamilienhaus von etwa 300 auf nun 3.000 Euro. Die Gemeinde hatte dort mehrere Personen untergebracht. Allerdings handelt es sich dem SWR zufolge um keinen Trend, dem sich alle Versicherungen anschließen. (lp)

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