758.000 Euro: Wie sich Ex-EU-Ratspräsident Herman van Rompuy einen schönen Lebensabend macht

18. Februar 2015
758.000 Euro: Wie sich Ex-EU-Ratspräsident Herman van Rompuy einen schönen Lebensabend macht
International
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Brüssel. Es ist nichts Neues, daß die Brüsseler EU-Monsterbürokratie nicht zuletzt ein überreicher Futtertrog für alte Berufseuropäer ist. Einer, der es dabei bis ganz nach oben geschafft und das ganz große Los gezogen hat, ist der vormalige EU-Ratspräsident Herman van Rompuy.

Er darf sich in den kommenden Jahren über einen üppig vergoldeten Altersruhestand freuen und bekommt aus dem überreich sprudelnden EU-Topf stattliche 758.000 Euro. Wer ist Herman van Rompuy? Der jetzt sorglose Rentner, flämischer Christdemokrat, war vordem belgischer Ministerpräsident, aber auch nur als Notnagel, weil sein Vorgänger in dem zwischen Flamen und Wallonen zerstrittenen Land trotz monatelanger Verhandlungen keine Regierung zustande brachte. Auch auf europäischer Ebene fungierte van Rompuy danach als Notlösung, weil man sich auch dort nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen konnte – eine denkbar graue Maus, die in ihrer Unauffälligkeit nur noch von der Britin Catherine Ashton übertroffen wurde, die gleichzeitig mit Rompuy (2009) zur ersten „Hohen Vertreterin“ der EU für Außen- und Sicherheitspolitik gekürt wurde.

Van Rompuy, so errechnete die britische Tageszeitung „The Telegraph“, erhält nun im Laufe seiner ersten drei Pensionistenjahre schlappe 758.000 Euro. Laut der Zeitung bezieht van Rompuy bis Ende 2017 stolze 55 Prozent seines Grundgehalts weiter – das macht rund 169.000 Euro. Außerdem erhält erhält er eine EU-Pension in Höhe von jährlich rund 66.000 Euro. Und sozusagen als „goldenen Handschlag“ gibt es auch noch eine einmalige Zahlung in Höhe von rund 26.500 Euro.

Begründet wird die Auszahlung von 55 Prozent des Grundgehalts im übrigen damit, daß es für ehemalige Spitzenpolitiker strenge Auflagen für den Wechsel in die Privatwirtschaft gebe. Das üppige Rentnersalär soll demnach für „eine totale Unabhängigkeit“ sorgen, die ein zusätzliches Einkommen nicht nötig macht. Die EU-Spitzenposten gelten als Folge der aggressiven Lobbypolitik von Konzernen und Verbänden als „Sprungbrett“ für lukrative Posten in der Privatwirtschaft. (ds)

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