Nach Rebellen-Erfolgen: USA erwägen Waffenlieferungen an Ukraine

13. Februar 2015
Nach Rebellen-Erfolgen: USA erwägen Waffenlieferungen an Ukraine
International
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Kiew/Brüssel/Washington. Die USA können das Zündeln nicht lassen. In Washington wird jetzt angesichts der jüngsten Mißerfolge der ukrainischen Armee hektisch über eine aktive Unterstützung Kiews mit Kriegsmaterial nachgedacht.

Auch die NATO kann sich plötzlich nicht nur „diplomatische“, sondern auch „praktische“ Lösungen zur Beilegung des Ukraine-Konflikts vorstellen. Die veränderten Marschkompaßzahlen der auf weitere Eskalation programmierten US-Politik in Osteuropa geben wie üblich hochkarätige, mit einflußreichen Stichwortgebern besetzte „Think Tanks“ aus.

Was den Ukraine-Konflikt angeht, haben gleich drei US-amerikanische Denkfabriken, das Atlantic Council, die Brookings Institution und das Chicago Council on Global Affairs, jüngst einen Bericht veröffentlicht. Dort findet sich die apodiktische Feststellung, daß „der Westen eine Abschreckung“ im aktuellen Konflikt schaffen müsse. Rußland müsse merken, daß die Risiken und Kosten in der Ukraine zu hoch seien.

Jüngst hatten die Rebellen im Osten des Landes reguläre Einheiten in der Stadt Debalzewo umzingelt. Der Rebellenkommandeur hatte den Eingeschlossenen empfohlen, ihre Waffen niederzulegen. Angesichts solcher Erfolge sehen NATO- und US-Strategen ihre Felle davonschwimmen und wollen das Blatt mit massiven Waffenlieferungen an die schwächelnde Kiewer Regierung wenden. (ds)

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