Devisen-Spekulationen: Rußlands Präsident Putin sagt Finanz-Jongleuren den Kampf an

29. Dezember 2014
Devisen-Spekulationen: Rußlands Präsident Putin sagt Finanz-Jongleuren den Kampf an
Wirtschaft
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Moskau. Der russische Präsident Wladimir Putin will im nationalen Interesse gegen Devisenspekulanten vorgehen. Der Rubel hat in den vergangenen Wochen Wertverluste erlitten.

Nutznießer dieser Entwicklung seien Rubel-Spekulanten. „Äußere Feinde“ versuchten, Rußland „in die Knie zu zwingen“, sagte Putin dieser Tage in seiner jüngsten Rede an die Nation. „Wir haben die Zentralbank aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, daß die Spekulanten keine Vorteile mehr ziehen können“, zitiert die „Financial Times“ den Kremlchef. „Wir wissen, wer diese Leute sind. Zudem haben wir Mittel, um diese zu zügeln. Es ist an der Zeit, von diesen Instrumenten Gebrauch zu machen“, so Putin.

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Kontroversen um Währungs-Spekulationen gegeben. Einer der größten Spekulanten-Fälle fand im September 1992 statt. Damals hatten der Multimilliardär und „Philanthrop“ George Soros sowie weitere Investoren gegen das Britische Pfund spekuliert. Ihrer Ansicht nach war das Pfund überbewertet. Sie gingen deshalb dazu über, geliehene Pfunds in anderweitige europäische Währungen umzutauschen. Dafür setzten sie hohe Geldsummen ein. Die britische Notenbank versuchte das Pfund durch Devisenmarkt-Interventionen zu stützen – allerdings weitgehend erfolglos. (ds)

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