„Wir brauchen bessere Waffen“: Kurden beschweren sich über antiquiertes Kriegsgerät

10. Oktober 2014
„Wir brauchen bessere Waffen“: Kurden beschweren sich über antiquiertes Kriegsgerät
International
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Berlin/Erbil. Das ist außerordentlich peinlich und spricht Bände: Die Kurden im Irak, die ab sofort gegen die IS-Kopfabschneider Krieg führen sollen, haben die Qualität der vom Westen gelieferten Waffen bemängelt.

Der Präsident der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak, Masud Barzani, richtete eine entsprechende Beschwerde ausgerechnet an Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die zu einem Besuch im kurdischen Erbil weilte und dieser Tage ohnehin von einer Hiobsbotschaft in die nächste taumelt, was unbrauchbares deutsches Kriegsgerät angeht. „Für den Kampf gegen die Extremisten des Islamischen Staates (IS) brauchen wir starke moderne Waffen. Aber bislang haben wir aus dem Ausland lediglich gewöhnliche Waffen erhalten, die mit modernen Waffen kaum verglichen werden können, über die die Terroristen verfügen“, soll Barzani gesagt haben. Von der Leyen versicherte, daß Deutschland die Zusammenarbeit mit den irakischen Kurden fortsetzen und den Dialog im Irak fördern wolle. Ob das Sortiment der vom Westen gelieferten Waffen aber nun brauchbarer wird, ließ sie offen. Die Bundesregierung hatte im September mit der Lieferung von Waffen an die irakischen Kurden begonnen. Es handelt sich hauptsächlich um leichte Schußwaffen und Lastwagen im Wert von rund 70 Millionen Euro. Außerdem schafften es sechs (!) Bundeswehr-Fallschirmjäger als Ausbilder in den Nordirak. (ds)

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