Ex-Kanzlerkandidat: Steinbrück kritisiert Rolle des Westens in der Krim-Krise

7. April 2014

Foto: Wikimedia/Vladimir Yaitskiy, CC BY-SA 2.0

Berlin/Kiew/Moskau. Nach den SPD-Altkanzlern Gerhard Schröder und Helmut Schmidt hat auch Ex-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück die Rolle des Westens in der Krim-Krise gerügt.

An der Eskalation sei nicht nur Rußland schuld, sagte Steinbrück in einem Interview mit stern.de. „Auch der Westen hat Fehler gemacht.“ Dazu zählt Steinbrück vor allem das ungebremste Vordringen der NATO in Osteuropa. „Wir sollten uns gelegentlich an die Zusagen erinnern, die wir Rußland mit Blick auf seine Sicherheitsinteressen 1990 bei den Verhandlungen über die Deutsche Einheit gegeben – und nicht eingehalten haben. Der Westen glaubte noch auf dem NATO-Gipfel 2008 in Bukarest, er könne aus dem implodierten Sowjetimperium einfach ein paar Bausteine herausbrechen und in die NATO überführen. Diese Stimmen kann man bis in die jüngste Zeit hören. Das ist ignorant und höchst fahrlässig.“

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