Griechenland: „Goldene Morgenröte“ verliert zwei Abgeordnete

20. März 2014

Demonstration der „Goldenen Morgenröte“ im Jahr 2010
(Foto: Wikimedia/Ggia, CC BY-SA 3.0)

Athen. Die Fraktion der radikal rechten „Goldenen Morgenröte“ im griechischen Parlament hat zwei ihrer Abgeordneten verloren.

Am Dienstag schloß sie nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa einen Abgeordneten aus der Partei aus und kam damit einem Austritt zuvor. Bereits zuvor war einer der Abgeordneten aus der Partei ausgeschieden. Beide gaben als Grund die Ermittlungen der Justiz wegen des Verdachts, Teile der Partei hätten eine kriminelle Vereinigung gebildet, an. Damit verfügt die Partei noch über 16 der insgesamt 300 Sitze im Parlament. Fünf Abgeordnete der Partei sitzen bereits seit Oktober in Untersuchungshaft, darunter Parteichef Nikos Michaloliakos. Zwei weitere wurden im Januar festgenommen. Dennoch rangiert die Partei in Umfragen derzeit nach wie vor an dritter Stellte und wird voraussichtlich im Mai erstmals Abgeordnete in das Europaparlament entsenden. Für den Fall eines Parteiverbots – das die griechische Verfassung allerdings nicht vorsieht – wurde bereits eine Ersatz-Partei gegründet, die „Nationale Morgenröte“.

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