Alle Jahre wieder: Türkische Gemeinde beklagt schlechte „Willkommenskultur“ für Einwanderer

2. Januar 2014

Foto: Wikimedia/Nérostrateur, CC BY-SA 3.0

Berlin. Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD), Kenan Kolat, sieht nach wie vor große Defizite bei der „Willkommenskultur“ für Einwanderer.

Zwar sei die „Tonlage“ im schwarz-roten Koalitionsvertrag dazu „schon anders als früher, das ist gut“. Aber die Wirklichkeit sehe immer noch anders aus, sagte Kolat der „Saabrücker Zeitung“. „Erst begegnet einem das Auswärtige Amt mit restriktiven Visabestimmungen. Hat man endlich das Visum, kommt dann das Innenministerium in Gestalt der Bundespolizei“, klagte Kolat. Er selbst habe kürzlich erlebt, daß Leute vor ihm „angeblafft“ worden seien: „Was wollen Sie in Deutschland? Wollen Sie Sozialhilfe beziehen?“ Danach komme dann die Ausländerbehörde: „Da steht der Sachbearbeiter nicht auf und sagt: Guten Tag, wir hoffen, Sie leben sich gut ein, wie können wir Ihnen dabei helfen?“ Dabei schaue er nicht einmal auf. Außerdem beklagte der TGD-Funktionär, daß 62 Prozent der Deutschen Einwanderung ablehnen.

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