Gewalt-Eskalation in Hamburg: Linksextremisten verletzen 117 Polizisten teils schwer

23. Dezember 2013

Foto: flickr/Marco_Broscheit, CC BY 2.0

Hamburg. Bei schweren Krawallen haben Linksextremisten in Hamburg am Samstagabend 117 Polizisten teils schwer verletzt.

Im Rahmen einer Demonstration für die Erhaltung der besetzten „Roten Flora“, einem linksextremen Szenezentrum, versammelten sich ab dem frühen Nachmittag bis zu 7.300 Personen, darunter auch rund 4.700 gewaltbereite Linksextremisten, die sich in einem „schwarzen Block“ an der Spitze des Aufzuges formierten. Noch vor dem offiziellen Start des Demonstrationszuges liefen zahlreiche Personen an der Spitze des Aufzuges unvermittelt und ohne Absprache los und warfen Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper auf Polizisten. Diese versuchten, den Aufzug zu stoppen und wurden dabei weiterhin mit Steinen beworfen, so daß Wasserwerfer eingesetzt werden mußten. Später erklärte der Einsatzleiter der Polizei die Versammlung aufgrund der andauernden Gewalttätigkeiten aus dem Demonstrationszug heraus für aufgelöst und forderte die Teilnehmer dazu auf, sich zu entfernen.

Im weiteren Verlauf kam es zu zahlreichen Sachbeschädigungen an Geschäften und Einrichtungen im Bereich des Schanzenviertels. Die Filiale eines Drogeriemarktes wurde mit Steinen beworfen, die die Schaufensterscheiben durchschlugen und Kunden und Angestellte gefährdeten. Anschließend zogen die Randalierer in Richtung St. Pauli, zur Reeperbahn und in die Nebenstraßen weiter. Auf der Reeperbahn zündeten Linksextremisten Autos an, warfen erneut Schaufensterscheiben ein und beschädigten Einsatzfahrzeuge der Polizei. Bis nach 22 Uhr kam es zu Angriffen auf Polizisten, Sachbeschädigungen und dem Entzünden von Fahrzeugen und Mülltonnen, erst danach kehrte relative Ruhe ein.

Nach Angaben der Polizei wurden 117 Beamte bei dem Einsatz verletzt, 16 von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden, eine Polizistin wurde stationär aufgenommen. Gegen 19 Personen vorläufig festgenommene Personen wird wegen Verdacht des Landfriedensbruchs ermittelt. Polizeipräsident Wolfgang Kopitzsch erklärte, er sei betroffen „über die offensichtliche Bereitschaft der Störer, die Gefährdung für die Gesundheit und das Leben von Unbeteiligten und Polizisten in Kauf zu nehmen. Ich wünsche allen Beamtinnen und Beamten, die bei diesem schweren Einsatz verletzt worden sind, alles Gute und schnelle Genesung.“ An dem Einsatz waren insgesamt 3.168 Beamte beteiligt, davon 1.770 aus Bayern, Schleswig-Holstein, Hessen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Schleswig-Holstein und der Bundespolizei.

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