Syrien-Konflikt: Türkei schießt syrischen Helikopter ab – Islamisten köpfen beide Piloten

17. September 2013

Mil Mi-17-Helikopter der afghanischen Luftwaffe (Foto: Wikimedia/US Air Force)

Istanbul/Damaskus. Die Türkei, Unterstützer der großteils islamistischen Rebellen in Syrien, hat einen syrischen Helikopter abgeschossen, nachdem dieser den türkischen Luftraum verletzt haben soll.

Der türkische Vize-Regierungschef Bülent Arinc erklärte laut der Nachrichtenagentur dpa, der Mil Mi-17-Hubschrauber aus russischer Produktion habe die türkische Grenze überflogen und sei mehrfach gewarnt worden. Mehrere Kampfflugzeuge seien von einem Stützpunkt in der Provinz Malatya aus aufgestiegen. Der Helikopter sei schließlich von einer Rakete getroffen worden. Die türkische Luftwaffe habe den nach zahlreichen Zwischenfällen an der Grenze verschärften Einsatzregeln entsprechend gehandelt, sagte Arinc. Außenminister Ahmet Davutoglu erklärte, niemand werde es „noch einmal wagen, die türkische Grenze zu verletzten.

Nach Angaben türkischer Fernsehsender sei der Hubschrauber allerdings auf syrischer Seite 400 Meter von der Grenze entfernt aufgeschlagen. Die beiden Piloten konnten sich zunächst durch Absprünge mit Fallschirmen retten, wurden dann jedoch ausweislich eines YouTube-Videos und bei Facebook veröffentlichter drastischer Bilder von Kämpfern der Rebellen enthauptet.

Dieser Beitrag erschien zuerst in der „Deutschen Militärzeitschrift“ (DMZ).

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