Niederlande: Bulgaren-Bande transferiert rund 100 Millionen Euro Sozialleistungen in die Heimat

28. Juni 2013

Den Haag. Gar nicht politisch korrekt verhielt sich das niederländische Fernsehen, als es in der Sendung „Brandpunt“ über eine Bulgaren-Bande berichtete, die in den letzten fünf Jahren rund 100 Millionen Euro aus dem niederländischen Sozialsystem nach Bulgarien „transferiert“ hat.

Dazu wurden die „liberalen“ Aufenthalts- und Sozialhilfegesetze des Gastlandes genutzt, und man bediente sich großzügig aus jenem Topf, den die niederländischen Steuerzahler füllen müssen. Zunächst schleuste die Bulgaren-Bande mehr als fünf Jahre lang immer wieder Landsleute in die Niederlande ein. Dort besorgte sie ihnen Aufenthaltsgenehmigungen und meldete sie in vorher angemieteten Wohnungen an. Als nächstes gingen die Kriminellen mit ihnen zu den örtlichen Sozialhilfestellen und ließen die „Sozialhilfe-Lockvögel“ alle möglichen Unterstützungsleistungen, die der niederländische Staat zu bieten hat, beantragen. Diese Sozialleistungen wurden dann auf eigens eingerichtete Konten einbezahlt und umgehend nach Bulgarien überwiesen. Dort hob man das Geld ab, ein Teil verblieb bei den Antragstellern, der große Rest floß an die bulgarische Bande.

In den ansonsten so liberalen Niederlanden gehen ob der Dreistigkeit die Wogen hoch. Ein konkreter Fall im Ausmaß von 16,6 Millionen Euro bei rund 280 Schein-Sozialhilfeempfängern konnte bereits ausgeleuchtet werden, bei weiteren Fällen mit einer Schadenssumme von rund 85 Millionen Euro ist man noch im Ermittlungsstadium. Die Empörung ist in allen politischen Lagern groß.

Der Fall ging sogar linken Politikern zu weit. So warnte beispielsweise Wouter Koolmees von der Linkspartei „D66“ vor einer Zerstörung des Vertrauens in die EU, wenn Kriminelle aus Rumänien, Bulgarien oder Polen das Sozialsystem ausräumten.

Natürlich sind vergleichbare Banden auch in Deutschland aktiv. Doch politische Korrektheit und die Angst vor Rassismus-Vorwürfen hindern die hiesigen Medien zumeist an einer Berichterstattung darüber. Nur kurz flackerte vor Jahresfrist sogar in der Tageszeitung „Die Welt“ die Empörung auf, als sich – ebenfalls von niederländischen Ermittlern zutage gefördert – herumsprach, daß vor allem Türken in Deutschland und Holland unrechtmäßig Sozialleistungen beziehen, weil sie einfach Wohneigentum in ihrer Heimat nicht beim Sozialamt melden. Allein der ermittelte Schaden geht in die zweistelligen Millionenbeträge, die der Solidargemeinschaft zugemutet werden. Natürlich ist auch dieser Skandal inzwischen längst wieder aus den Schlagzeilen verschwunden…

Dieser Artikel erschien zuerst in „Der Schlesier“.

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