Geheimdienst am Oktoberfest-Attentat beteiligt? Bundesregierung prüft Vorwürfe gegen BND

21. Mai 2013

Berlin. Die Bundesregierung prüft Vorwürfe, der Bundesnachrichtendienst (BND) sei in das Bombenattentat auf das Münchner Oktoberfest im Jahr 1980 verwickelt gewesen.

Das berichtet die „Junge Welt“ unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Als Zeuge vor dem Luxemburger Kriminalgericht sowie gegenüber der Zeitung hatte der Duisburger Andreas Kramer behauptet, sein Vater Johannes habe als Angehöriger des BND den Anschlag in München organisiert, bei dem 13 Menschen ums Leben kamen und über 200 teils schwer verletzt wurden.

In ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage erklärte die Regierung, bisher seien keine Hinweise gefunden worden, „die die Darlegungen des J. K. in Bezug auf die Tätigkeit seines Vaters, J. K. bestätigen können.“ Ungeachtet dessen würden die Vorwürfe weiter untersucht. Darüber hinaus habe auch der Generalbundesanwalt „einen Prüfvorgang eingeleitet“. Man gehe den Angaben nach. Aus „kriminaltaktischen Erwägungen“ würden jedoch keine Details preisgegeben.

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