Bolton bekennt sich zur Monroe-Doktrin: Neben Venezuela sind Kuba und Nicaragua dran

5. März 2019
Bolton bekennt sich zur Monroe-Doktrin: Neben Venezuela sind Kuba und Nicaragua dran
International
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Washington. Der Sicherheitsberater der US-Regierung, John Bolton, hat sich erneut zu einem möglichst breit aufgestellten „regime change“ in Venezuela bekannt und darüber hinaus weitergehende geostrategische Ziele benannt. Washington habe die „Troika der Tyrannei” ins Visier genommen: Kuba, Nicaragua und Venezuela, erklärte Bolton jetzt. Wörtlich: „Ich möchte eine möglichst breite Koalition sehen, die wir zusammenstellen können, um Maduro zu ersetzen, um das ganze korrupte Regime zu ersetzen, das ist das, was wir versuchen.“

Dabei berief sich Bolton ausdrücklich auf die sogenannte „Monroe-Doktrin“ von 1823, die Lateinamerika zur amerikanischen Einflußsphäre („Hinterhof“) stempelt: „In dieser Administration haben wir keine Angst davor, den Begriff,Monroe-Doktrin‘ zu benutzen. Das [Venezuela; d. Red.] ist ein Land in unserer Hemisphäre. Und es ist das Ziel der amerikanischen Präsidenten seit Ronald Raegan gewesen, eine komplett demokratische Hemisphäre zu haben.“

Teil des Problems in Venezuela ist nach Boltons Einschätzung die „starke Anwesenheit“ von Kubanern: 20.000 bis 25.000 kubanische Sicherheitsbeamte befänden sich angeblich in Venezuela. Bolton hatte zuvor getwittert, daß „jeder, der einen Diktator weiter unterstützt, der Menschenrechte verletzt“, nicht unbestraft bleiben dürfe.

Boltons Bekenntnis zum Regimewechsel in gleich mehreren lateinamerikanischen Ländern und zur Monroe-Doktrin bestätigt die Einschätzung des russischen Außenministers Lawrow vom Freitag: Lawrow zeigte sich überzeugt, daß die USA es bei Venezuela nicht belassen würden und daß darüber hinaus Kuba und Nicaragua „an der Reihe“ seien. (mü)

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2 Comments

  1. Südwester schreibt:

    Das Öl Venezuelas kaufen die USA aber gerne, trotz Diktatur, und das schon seit recht langer Zeit.

    Wenn man sich die nahöstlichen Handelspartner ansieht, kommt man zu dem Schluss, dass es den USA gar nicht um Demokratie und Menschenrechte geht.

  2. Hans schreibt:

    hatten wir das nicht schon mal ?
    da waren es die Schurkenstaaten.

    und was ist draus geworden?
    Afghanistan: ein einzges Chaosland
    Irak: zerfallen
    Lybien: zerfallen
    u.s.w.

    Also Amis eins könnt ihr, weltweit chaos verursachen und das als eure Version von „Demokratie“ verkaufen.

    Und noch was, Herr Boulton, wann gehen sie endlich selbst ins Gefängnis ?
    O.Ton: “ wer Diktatoren unterstützt gehört bestraft“

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