Lieber keine Zuwanderer mehr nach Sidney: Australischer Minister will Migranten aus Großstädten verbannen

11. Oktober 2018
Lieber keine Zuwanderer mehr nach Sidney: Australischer Minister will Migranten aus Großstädten verbannen
International
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Canberra. Australien verfügt bereits über eines der schärfsten Zuwanderungsgesetze der Welt. Doch einem Regierungsmitglied ist das noch nicht genug. Geht es nach dem Minister für Bevölkerung, Städte und städtische Infrastruktur, Alan Tudge, sollen Neuankömmlinge künftig aus bevölkerungsreichen Städten wie Melbourne oder Sydney grundsätzlich verbannt werden. Sie sollen gezwungen werden, sich stattdessen in Kleinstädten und auf dem Land anzusiedeln.

Ziel sei es, die Städte zu entlasten und die durch das starke Wachstum entstehenden Kosten zu senken, sagte Tudge, der der Liberal Party angehört. Die Regierung wolle das Ungleichgewicht mit geografischen Einschränkungen bei Aufenthaltsvisa und durch Anreize ausgleichen.

Australiens Bevölkerung – derzeit 24,1 Millionen – wächst jedes Jahr um 400.000 Menschen. Drei Viertel des Zuwachses sind durch Einwanderung bedingt. Den Großteil der Neuankömmlinge zieht es in die Städte an den Küsten wie Melbourne, Sydney oder Brisbane.

„Wir arbeiten an Maßnahmen, damit mehr Neuankömmlinge in die kleineren Staaten und Regionen gehen“, sagte Tudge. Die Beschränkung soll Tudge zufolge für bis zu fünf Jahre gelten. Theoretisch könnten diese Regeln für etwa 45 Prozent der Einwanderer nach Australien gelten, da der Rest entweder im Rahmen der Familienzusammenführung oder mit einer konkreten Jobzusage oder einem Studienplatz ins Land kommt. (mü)

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