Gescheiterter „melting pot“: In den USA fühlen sich alle diskriminiert – auch 55 Prozent der Weißen

26. Oktober 2017
Gescheiterter „melting pot“: In den USA fühlen sich alle diskriminiert – auch 55 Prozent der Weißen
International
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Washington. Eine interessante Zahl: mehr als 50 Prozent der weißen Bevölkerung der USA fühlt sich diskriminiert. Das geht aus einer Umfrage hervor, die das National Public Radio (NPR) gemeinsam mit Forschern der Harvard University und dem Robert Wood Johnson Fonds durchführte.

Bei dem Test wollte man von den Befragten wissen, ob in den USA der Bevölkerungsteil, zu dem sie selbst gehören, diskriminiert werde. Zustimmend antworteten 92 Prozent der Afroamerikaner, 78 Prozent der Hispanics, 75 Prozent der gebürtigen Amerikaner, 61 Prozent Amerikaner asiatischer Herkunft sowie 55 Prozent der Weißen. Außerdem fühlen sich 90 Prozent der LGBT-Gemeinschaft benachteiligt.

Dabei gaben 19 Prozent der befragten weißen Amerikaner zu, daß sie bei der Anstellung vorsätzlich nach dem Rassenprinzip diskriminiert worden seien. 13 Prozent sollen bei der Entlohnung sowie bei Aussichten auf eine Karriere benachteiligt worden sein. Elf Prozent wollen bei der Bewerbung um einen Studienplatz oder während des Studiums diskriminiert worden sein.

Die Umfrage wurde zwischen Januar und April 2017 durchgeführt. Befragt wurden 3.453 Amerikaner, darunter 902 Weiße. (mü)

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