Harte Linie mit Verzögerung: Trump kehrt zur rigiden US-Einwanderungspolitik zurück

15. Juli 2017
Harte Linie mit Verzögerung: Trump kehrt zur rigiden US-Einwanderungspolitik zurück
International
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Washington. Mit einigen Monaten Verspätung versucht US-Präsident Trump doch noch, wenigstens einige seiner Wahlziele in Ansätzen umzusetzen. Nach rund einem halben Jahr Trump-Amtszeit zeigt sich, daß verstärkt Illegale aus den USA abgeschoben werden.

Immerhin elf Millionen Menschen haben derzeit keinen Aufenthaltstitel in den USA, die meisten davon Mexikaner, Südamerikaner und Asiaten. Aber es gibt auch illegale Europäer – rund 440.000. Auch sie werden von der Trump-Einwanderungspolitik nicht verschont.

Unter Obama wurden im letzten Jahr 1.450 Europäer abgeschoben. In diesem Jahr waren es bis zum 24. Juni schon mehr als 1.300. Das besagen die offiziellen Zahlen der US-Einwanderungsbehörde.

Insgesamt wurden in diesem Jahr in den ersten sechs Monaten stattliche 167.350 Migranten in ihr Land zurückgeschickt – im Vergleich zu 240.255 im letzten Jahr. Mexikaner sind die größte Gruppe – von ihnen wurden 93.000 abgeschoben.

Unter den Europäern sind es vor allem illegale „Rumänen“, die zurückgestellt werden – 193 sind es in diesem Jahr. Danach folgen Spanier mit 117, Briten mit 102, Russen mit 81 und Polen mit 74 Abschiebungen.

Die Leiterin der Polizeistudien am „Center for Immigration Studies“, Jessica Vaughan, sieht im vergleichsweise harten Durchgreifen der Trump-Administration eine Rückkehr zur traditionellen amerikanischen Einwanderungspolitik. Nichts anderes hatte Trump im Wahlkampf versprochen. (mü)

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