Meidinger warnt vor „Einserschwemme“: Das Abitur wird immer wertloser

8. Juli 2026
Meidinger warnt vor „Einserschwemme“: Das Abitur wird immer wertloser
National
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Foto: Symbolbild

Berlin. Immer mehr Einser-Abiture lassen nach Ansicht des Ehrenpräsidenten des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, den Wert des Abiturs dahinschwinden. Im Gespräch mit der Mediengruppe Bayern warnte Meidinger, der selbst viele Jahre lang Gymnasiallehrer war, vor einer Entwicklung, bei der selbst ein bayerisches Abitur mit der Traumnote 1,0 keine Garantie mehr für einen Medizinstudienplatz sei.

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„Schon jetzt reicht selbst ein bayerisches 1,0-Abitur nicht mehr aus, um über die Leistungsschiene sicher einen Medizinstudienplatz zu ergattern“, sagte Meidinger. Setze sich diese Entwicklung fort, drohe „letztendlich (…) eine massive Entwertung des Abiturs und der allgemeinen Hochschuleingangsprüfungen“. Zugleich werde es immer schwieriger, „in dieser Bestnotenflut die wirklichen Spitzenschüler zu erkennen“.

Meidinger begleitet mit solchen Warnungen die deutsche Bildungsdebatte schon seit vielen Jahren. Bereits 2014 hatte er als damaliger Vorsitzender des Philologenverbands gegenüber der dpa erklärt: „Die eigentlich Gelackmeierten der Bestnoten-Inflation sind die Spitzenschüler, weil deren Spitzenleistung in der Einser-Schwemme untergeht.“

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Als Ursache sieht Meidinger einen Wettbewerb der Bundesländer um möglichst gute Abiturergebnisse. Beenden lasse sich diese Entwicklung nur durch ein bundesweit einheitliches Abitur mit identischen Aufgaben und gemeinsamen Bewertungsmaßstäben. Nur auf dieser Grundlage seien Abschlüsse wieder verläßlich vergleichbar. (rk)

Bildquelle: Pixabay

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