Aus Angst vor „Wilders-Effekt“: Polizei verschwieg Herkunft des Täters

5. Juli 2026
Aus Angst vor „Wilders-Effekt“: Polizei verschwieg Herkunft des Täters
International
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Foto: Symbolbild

Schiphol. Nicht nur hierzulande, auch in den benachbarten Niederlanden herrscht beim Thema Ausländerkriminalität pure Hysterie bis hin zur Realitätsverweigerung. Sechs Jahre nach dem Tod der 14jährigen Tamar Boes steht jetzt der Fahrer des Unfallwagens, ein Iraker, vor Gericht. Der Mann, der in Deutschland lebt, muß sich seit Dienstag vor einem Gericht in Schiphol wegen fahrlässiger Tötung und Fahrerflucht verantworten.

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Der Unfall ereignete sich 2020 nachts auf einer Deichstraße zwischen Monnickendam und Marken. Der Iraker gab an, auf sein Navigationsgerät geblickt und nur Vibrationen am Lenkrad gespürt zu haben. Er habe ein Schlagloch vermutet. Erst Wochen später führte eine Überwachungskamera die Ermittler auf seine Spur. Die Aufnahmen zeigen, wie der Wagen kurz nach dem Vorfall auf einem Parkplatz hält und die Insassen die Front untersuchen. Anschließend brachen die Männer ihren geplanten Campingausflug ab und kehrten vorzeitig nach Deutschland zurück.

Die Staatsanwaltschaft belegte den Fahrerflüchtigen zunächst nur mit einer Strafverfügung über 1.500 Euro wegen unachtsamen Fahrens. Die Familie des Mädchens zweifelte jedoch an seiner Darstellung. Ein von ihr beauftragter Gutachter sollte beweisen, daß der Körper nach dem Aufprall noch bewegt wurde. Eine Schleifspur auf dem Asphalt und die ungewöhnliche Lage der Leiche an der Böschung erhärteten den Verdacht. Die Ermittlungen führten schließlich zur Anklage.

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Politische Brisanz erhielt der Fall durch ein Eingeständnis der Polizei. Die Mutter des Opfers, Trijntje Boes, berichtete im niederländischen Fernsehen, man habe ihr zunächst mitgeteilt, der Täter sei „ein Deutscher gewesen“. Als sie später die irakische Herkunft erfuhr, habe die Polizei eingeräumt, man habe „keine Wilders-Effekte“ provozieren wollen. Man befürchtete offenbar, der Islamkritiker Geert Wilders könne den Vorfall für seine Migrationskritik nutzen.

Wilders reagierte empört: „Verstehe ich das richtig, daß die Polizei lügt, wenn sie behauptet, der Täter sei ein Deutscher gewesen, obwohl es sich um vier Iraker handelte, die in Deutschland Asyl beantragt hatten? Eine grobe Lüge, weil sie keinen ‚Wilders-Effekt‘ wollten?“, schrieb er auf X. (mü)

Bild von Peter Smits auf Pixabay

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