Menschenrechtsorganisation: Israel kann straflos Palästinenser töten

3. Juli 2026
Menschenrechtsorganisation: Israel kann straflos Palästinenser töten
International
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Foto: Symbolbild

Tel Aviv. Israelische Verbrechen sind in den meisten westlichen Medien tabu. Das verhindert aber nicht, daß sie sich dennoch herumsprechen. Die israelische Menschenrechtsorganisation „B’Tselem“ hat jetzt einen Bericht vorgelegt, der 54 Fälle von Tötungen palästinensischer Kinder und Jugendlicher durch die israelischen Streitkräfte im Westjordanland allein im Jahr 2025 dokumentiert. Vom 7. Oktober 2023 bis zum 28. Juni 2026 kamen demnach insgesamt 1.086 Palästinenser im Westjordanland ums Leben, darunter 241 Minderjährige. Fast jeder vierte Getötete war also minderjährig – die höchste Zahl seit der Besetzung 1967.

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„B’Tselem“-Geschäftsführer Yuli Novak erklärte: „Die weitverbreitete und beispiellose Tötung palästinensischer Kinder und Jugendlicher im Westjordanland ist das Ergebnis einer umfassenderen israelischen Politik, die die Tötung von Palästinensern praktisch straflos ermöglicht. Wenn der Militärkommandant des Gebiets damit prahlt, Israel töte Palästinenser wie ‚seit 1967 nicht mehr‘, bestätigt er genau das: Das System deckt nicht nur diejenigen, die den Abzug betätigen – es erteilt ihnen faktisch eine Lizenz zum Töten.“

Die Organisation betont, daß es sich nicht um Einzelfälle oder Befehlsverstöße handelt. Vielmehr sei es das Ergebnis einer Politik, die die Einsatzregeln für tödliche Schüsse ausweite, getötete Palästinenser pauschal als „Terroristen“ bezeichne, selbst wenn von ihnen keine Gefahr ausging, und die Täter so gut wie nie zur Rechenschaft ziehe. Seit Oktober 2023 ist „B’Tselem“ keine einzige Anklage im Zusammenhang mit Tötungen von Palästinensern im Westjordanland bekannt.

In fast einem Viertel der Fälle von 2025 hinderten israelische Soldaten medizinische Teams oder Anwohner daran, verletzte Kinder zu versorgen. Zudem werden die Leichen von 18 der 54 getöteten Kinder und Jugendlichen weiterhin von Israel einbehalten.

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„B’Tselem“ zieht eine Verbindung zum israelischen Vorgehen im Gazastreifen: „Die Tötungen im Westjordanland sind untrennbar mit Israels Tötung von mehr als 21.000 palästinensischen Kindern im Gazastreifen verbunden. Indem die internationale Gemeinschaft Israel erlaubt, in Gaza in einem solchen Ausmaß ungestraft zu töten, hat sie ihm faktisch grünes Licht für die Fortsetzung derselben tödlichen Politik im Westjordanland gegeben.“ (mü)

Bildquelle: Wikimedia/IDF Spokesperson’s Unit/CC BY-SA 3.0

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