Pretoria. Eigentlich ist Südafrika seit dem Ende der Apartheid in den neunziger 1990er-Jahren für viele Linke ein Vorzeigeland. Aber die „Regenbogen-Nation“, die derzeit von einer linksliberalen Regierung unter Führung des schwarzen ANC regiert wird, steckt in einer tiefen Krise. Und plötzlich sorgt auch Südafrika mit etwas für Schlagzeilen, was es dort eigentlich gar nicht geben dürfte: mit landesweiten Protesten gegen Ausländer und illegale Zuwanderung.
Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<
In Johannesburg ziehen seit Tagen Tausende mit Kampfstöcken und Nationalflaggen durch die Straßen. Frauen aller Altersstufen und junge Männer skandieren Parolen gegen illegale Einwanderung. Ihre Plakate fordern den Austritt aus der UN-Flüchtlingskonvention, beklagen die „Zukunft unserer Kinder“ und behaupten, 80 Prozent der Neugeborenen in der Provinz Limpopo stammten von Ausländern.
Unterdessen verließen bereits tausende Migranten das Land; mehrere afrikanische Staaten, darunter Malawi, Nigeria, Ghana und Simbabwe, begannen mit der Rückholung ihrer Bürger, zu deutsch: Remigration.
Die Polizei wurde in höchste Alarmbereitschaft versetzt und entsandte zusätzliche Kräfte an Brennpunkte, um Übergriffe gegen Illegale zu verhindern. Protestler hatten den Dienstag als ultimative Frist gesetzt: bis dahin sollten alle Illegalen ausreisen und die Regierung durchgreifen. Andernfalls, so ihre Drohung, werde das ganze Land lahmgelegt.
Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<
In Medienberichten werden Stimmen von Demonstranten wiedergegeben: „Wir haben einen Zustrom illegaler Einwanderer, die Verbrechen begehen, die wir einfach nicht mehr hinnehmen können“, sagt einer. Er weist den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit zurück; man bringe nur ein berechtigtes Anliegen vor.
Präsident Cyril Ramaphosa stellte inzwischen klar: das Demonstrationsrecht gelte, aber der Protest müsse friedlich bleiben. „Illegale Einwanderung ist nicht die Ursache unserer sozialen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten“, versucht er zu beschwichtigen. Unter den Einwanderern mehren sich Berichte über Attacken auf Ausländer. (mü)
Bild: Pixabay/gemeinfrei
Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!
Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin