Migranten sollen zahlen: Asyl in Großbritannien künftig nicht mehr zum Nulltarif

2. Juli 2026
Migranten sollen zahlen: Asyl in Großbritannien künftig nicht mehr zum Nulltarif
International
0
Foto: Symbolbild

London. Der britischen Politik sitzt der wachsende Unmut der Öffentlichkeit im Nacken – jetzt versucht die Regierung der Stimmung in der Bevölkerung entgegenzukommen. Das Innenministerium in London will Asylsuchende künftig zur Kasse bitten. Wer im Königreich Schutz sucht, soll bis zu 10.000 Pfund – über 11.000 Euro – pro Person für Unterbringung und Unterstützung zurückzahlen, sobald er über ein eigenes Einkommen verfügt. Das Abstottern der Summe ist in monatlichen Raten vorgesehen, vergleichbar einem Darlehen. Erst nach vollständiger Tilgung besteht Anspruch auf einen dauerhaften Aufenthaltsstatus. Das geht aus Papieren des Ministeriums hervor, über die britische Medien berichten.

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Innenministerin Yvette Mahmood rechtfertigte den Schritt mit den hohen Ausgaben, die Asylanten verursachen. Der Nachrichtenagentur PA zufolge flossen im vergangenen Jahr rund vier Milliarden Pfund in die Versorgung von Asylbewerbern. Mahmood hält diese Summe für zu hoch. „Sobald Menschen einen Beitrag leisten und die Großzügigkeit der britischen Bevölkerung zurückzahlen können, erwarten wir von ihnen, daß sie dies tun“, wird sie zitiert. Hilfe für Asylsuchende sei zwar ein Recht, aber auch mit Verantwortung verbunden.

Widerspruch kommt von „Experten“. Madeleine Sumption, Direktorin des Migration Observatory an der Universität Oxford, bezweifelt die Umsetzbarkeit des Vorschlags: nur ein kleiner Teil der Migranten verdiene genug, um Rückzahlungen leisten zu können.

Die Pläne sind Teil der „Immigration and Asylum Bill“, die am Dienstag zur ersten Lesung ins Unterhaus eingebracht wurde. Das Thema Migration bringt die Briten in letzter Zeit verstärkt in Rage. Am letzten Mai-Wochenende gingen in London Zehntausende auf die Straße, um gegen die Politik des – inzwischen zurückgetretenen – linken Premierministers Keir Starmer zu protestieren. (mü)

Bild von Oskar Młodziński auf Pixabay/gemeinfrei

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin

Schreibe einen Kommentar

Die maximale Zeichenanzahl bei Kommentaren ist auf 2000 begrenzt.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert