Roberto Vannacci ad portas: Die neue Kraft heißt „Futuro Nazionale“

25. Juni 2026
Roberto Vannacci ad portas: Die neue Kraft heißt „Futuro Nazionale“
International
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Foto: Symbolbild

Rom. In Italien kommt das rechte Spektrum in Bewegung. Die neue Partei „Futuro Nazionale“ des früheren Generals Roberto Vannacci legt in aktuellen Umfragen deutlich zu und macht insbesondere der Lega von Matteo Salvini zunehmend Konkurrenz.

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Vannacci gründete seine Partei erst im Februar dieses Jahres. Der 57jährige Offizier blickt auf Auslandseinsätze in Libyen, Somalia, Afghanistan und im Irak zurück. Noch 2024 war er über die Liste der Lega von Matteo Salvini ins Europäische Parlament eingezogen. Inzwischen geht er jedoch mit „Futuro Nazionale“ seinen eigenen Weg – und sorgt damit für Konkurrenzdruck im rechten Spektrum.

Das Meinungsforschungsinstitut Ipsos sieht „Futuro Nazionale“ derzeit bei 4,8 Prozent, eine YouTrend-Erhebung für Sky TG24 vom 16. und 17. Juni 2026 gar bei 5,9 Prozent. Erstmals liegt sie damit vor der Lega, die in derselben Umfrage lediglich auf 5,8 Prozent kommt.

Unangefochten stärkste politische Kraft bleibt allerdings Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Ihre Fratelli d’Italia liegen mit 27,8 Prozent unangefochten vorn, gefolgt vom sozialdemokratischen Partito Democratico mit 22,2 Prozent sowie der Fünf-Sterne-Bewegung, die derzeit 12,1 Prozent erzielt.

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Inhaltlich grenzt sich Vannacci sowohl von der Linken als auch von den bisherigen Mitte-rechts-Parteien ab. Ein Schwerpunkt seines Programms ist die Forderung nach Remigration. Gleichzeitig wirbt er für einen politischen Neuanfang rechts der Mitte. Nach Angaben der Parteiführung gehören „Futuro Nazionale“ bereits mehr als 100.000 Mitglieder an.

Auch personell gewinnt die neue Kraft an Gewicht. Fünf Abgeordnete der Lega und von Forza Italia haben sich inzwischen Vannacci angeschlossen. Dadurch erhält die Partei zusätzliche parlamentarische Präsenz und kann Druck auf die rechte Konkurrenz aufbauen.

Auf der politischen Bühne in Rom ist der neue Akteur bereits angekommen. Hinter den Kulissen wird mittlerweile darüber spekuliert, ob Meloni ihre derzeitige Regierungskoalition aus Fratelli d’Italia, Lega und Forza Italia künftig womöglich um „Futuro Nazionale“ erweitern könnte. (mü)

Bild: Pixabay/gemeinfrei

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