London. Der britische Premierminister Keir Starmer gibt auf. In einer Erklärung vor dem Regierungssitz in der Downing Street kündigte der 63jährige am Montag an, den Parteivorsitz niederzulegen. Das Amt des Regierungschefs will er noch bis zur Wahl eines Nachfolgers ausüben. Dieser wird dann der siebte Premierminister innerhalb von zehn Jahren sein.
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Starmer reagiert mit seinem Schritt auf seine anhaltende Erfolglosigkeit sowie den wachsenden Widerstand in seiner eigenen Partei, vor allem aber in der Bevölkerung. Starmers Labour-Partei hatte erst im Sommer 2024 die Unterhauswahlen mit großer Mehrheit gewonnen – ein Vertrauensvorschuß der britischen Wähler, die zuvor miterleben mußten, daß sich die Konservativen völlig unfähig zeigten, die anhaltende illegale Migration über den Ärmelkanal in Griff zu bekommen. Aber Starmer machte es nicht besser. Vielmehr spitzte sich die innenpolitische Situation unter seiner Regierung zusehends zu. Erst Ende Mai demonstrierten Zehntausende unter dem Motto „Unite the Kingdom“ („Vereinigt das Königreich!“) gegen den für jedermann sichtbaren Bevölkerungsaustausch, auf den Starmers Regierung mit nackter Repression gegen Kritiker seiner Politik reagierte.
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Von Starmers krachender Niederlage dürfte nicht zuletzt die britische Rechte profitieren. Der Vorsitzende von Reform UK, Nigel Farage, verlangt bereits Neuwahlen. Seine Partei sei bereit, „radikale Veränderungen herbeizuführen“, schrieb er auf X. Sollte Labour glauben, den Premier lediglich austauschen zu müssen, „wird sie eine böse Überraschung erleben“. Rechts neben Farage läuft sich darüber hinaus mit Robert Lowe und seiner Partei „Restore Britain“ ein weiterer ernstzunehmender Akteur warm. Großbritannien stehen turbulente Zeiten bevor. (mü)
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